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Das Wirtschaftslexikon

 

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25. 01. 2026

Börse - Amtlicher Markt für Wertpapiere, Devisen und bestimmte Waren, auf dem vereidigte Makler (Kursmakler) während der Börsenstunden Kurse (Preise) für Wertpapiere, Devisen und Waren feststellen, die sich aus den bei ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen ergeben. Wertpapierbörse. ist ein regelmässig zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort stattfindender Markt für vertret­bare Güter und meint in der Regel eine Wertpapierbörse, insbesondere für den Handel mit   Aktien auf dem  Aktienmarkt. Neben Wertpapierbörsen existieren vielfältige, auch lediglich regionale Wa­ren- oder Produktbörsen. Gesetzliche Grundlage sind das Börsengesetz und dieses flankierende Geset­ze. Internetadressen: (Börsengesetz online) http://www.gesetze-im-internet.de; (tägliche Börsencharts und Börsenberichte) http://boerse.ard.de, http://www.böerse-online.de; (Frankfurter Wertpapierbörse) http://deutsche-boerse.com = http://www.exchange.de Erscheinungsform von Marktveranstal­tungen, bei der regelmäßig und dauerhaft an einem Ort standardisierte und in ihrer Be­schaffenheit eindeutig beschreibbare („fun­gible“) Güter gehandelt werden, ohne dass diese am Handelsort selbst anwesend sein müssen. Besonders verbreitet sind Börsen im Devisen- und Wertpapierhandel sowie bei Rohstoffen und landwirtschaftlichen Pro­dukten. Aber auch Versicherungen und Frachtrechte werden an sog. Dienstlei­stungsbörsen gehandelt. Öffentliche Börsen unterliegen einer amtlichen Börsenaufsicht. hochorganisierter, örtlich abgegrenzter, nach festen Regeln und zu bestimmten Zeiten stattfindender Markt für fungible Gegenstände . Folgende Arten von B. sind zu unterscheiden: >>> Börse


Kennzahlen - Kennzahlen sind Größen, die verschiedene absolute Zahlen oder Werte in Beziehung zueinander setzen; sie führen damit zu einer Datenreduktion. Kennzahlen lassen sich in Gliederungszahlen und Verhältniszahlen unterscheiden (vgl. Obersicht 67). Gliederungszahlen geben das Verhältnis einer Teilmasse zur übergeordneten Gesamtmasse an. Verhällniszahlen entstehen durch die Gegenüberstellung von gleichgeordneten Massen. Dabei weisen die gegenübergestellten Massen bei Indexzahlen im Gegensatz zu den Beziehungszahlen einen zeitlichen Unterschied auf . Kennzahlen finden bei der Planung und Kontrolle Anwendung (Uarküing-planung, Marketing-Controlling; Erjolgshon-trolle). Sie dienen auch zur Durchführung von Betriebsvergleichen. Durch Kopplung von Kennzahlen entstehen Kennzahlensysteme, so das ROI-System (Du-Pont-System). >>> Kennzahlen


Einstellung - In der Wirtschaftssoziologie: Attitüde, attitude. Es gibt dispositionsbezogene, primär erlebensbezogene und verhaltensbezogene E.sbegriffe. Bei der ersten Gruppe bezeichnet Einstellung eine von einer Person gelernte, relativ stabile [1] Disposition oder Bereitschaft, auf ein Objekt (Gegenstand, Person, Idee usw.) mit bestimmten (positiven oder negativen) Gefühlen, Wahrnehmungen und Vorstellungen sowie Verhaltensweisen zu reagieren. Dabei bezeichnet man die gefühlsmässigen, emotionalen Regungen gegenüber dem Objekt als die affektive Komponente der E., die Wahrnehmungen, Vorstellungen, Auffassungen usw. von dem Objekt als die kognitive Komponente und die Verhaltenstendenzen gegenüber dem Objekt als die kognitive oder Handlungs-Komponente der Einstellung Überwiegend wird die affektive Komponente als zentral betrachtet. Dagegen ist die Einbeziehung der Handlungs-Komponente in den E.sbegriff umstritten. Somit ergibt sich die folgende Bedeutungsvariante: [2] Disposition oder Bereitschaft, ein Objekt in bestimmter (positiver oder negativer) Weise zu bewerten; hier umfasst der Begriff lediglich die affektive und die kognitive Komponente: Einstellung als Disposition zu einer bestimmten Auffassung von einem Objekt und zu einer bestimmten Zuneigung oder Abneigung gegenüber dem in dieser Weise aufgefassten Objekt. [3] Bei der zweiten Gruppe von E.sbegrif-fen bezeichnet Einstellung ein gelerntes, relativ stabiles Erlebnismuster, mit dem eine Person auf ein Objekt reagiert. Das Muster besteht aus einer kognitiven, affektiven und konativen Komponente. [4] Unter Einstellung versteht man aber auch eine gelernte, relativ stabile affektive Reaktion einer Person auf ein Objekt. [5] Der verhaltensbezogene E.sbegriff von M.L. DeFleur u. F.R. Westie bezeichnet die „ Wahrscheinlichkeit des (Wieder-)Auf-tretens spezifischer Verhaltensformen “ . [6] set, ein Zustand der psychischen und nervlichen Bereitschaft, auf bestimmte Reize zu reagieren (Reizeinstellung) oder auf Reize in bestimmter Weise zu reagieren (Reaktionseinstellung). (in der   Werbung) ist eine Prädisposition gegenüber Objekten, z.B. Personen, Institutionen und Pro­dukten. Sie beinhaltet eine bestimmte Werthaltung (das Objekt ist z.B. sympathisch, nützlich, absto­ssend, interessant), die das Verhalten konsistent positiv oder negativ ausrichtet. Diese Werthaltung und damit auch die Verhaltensausrichtung sind relativ stabil. In der Regel werden drei Einstellungskompo­nenten unterschieden: kognitive (Eigenschaften und Sachurteile über ein Objekt), evaluative (Bewer­tungen) und intentionale (Verhaltensantizipationen) Komponente. (insbes. im  Konsumtenverhalten) wahrgenommene Eignung eines Gegenstandes i.w.S. zur Befrie­digung einer   Motivation;   Motivation, die mit einer kognitiven Gegenstandsbeurteilung verknüpft ist; Einstellung =   Motivation + (kognitive) Gegenstandsbeurteilung. In der Theorie des Käuferverhaltens und in der Marktforschung wird den „Einstellun­gen“ eine außerordentlich große Bedeutung zugeschrieben. Hierfür sind folgende Grün­de maßgebend: Einstellungen werden als zentrale Einfluß­größen des Käuferverhaltens eingestuft; es wird von der E-V-Hypotbese gesprochen, womit auf die Bedeutung der Einstellung für das Käuferverhalten abgestellt wird (E = Einstellung, V = Verhalten). In der praktischen Marktforschung nehmen Studien zum Image von Produkten oder Unternehmungen einen breiten Raum ein. Da der Begriff Image zunehmend mit dem Begriff Einstellung gleichgesetzt wird, liefert die Einstellungstheorie das theoretische Fundament für Imageanalysen. Da Einstellungen bereits seit Jahrzehnten im Mittelpunkt des Forschungsinteresses der Sozialpsychologie stehen (schon z. Z. des zweiten Weltkrieges führten Hovland und seine Mitarbeiter in den sog. Yale-Studies großangelegte Untersuchungen zur Wir­kung persuasiver Kommunikation auf die Einstellungen von Empfängern durch, um so eine wirksame Gegenpropaganda gegen die faschistische Massenpropaganda entwickeln zu können), konnte in der Theorie des Käu­ferverhaltens auf einem bereits errichteten theoretischen Fundament aufgebaut werden. Gegenstand der Einstellungsforschung sind v. a. die inhaltliche Präzisierung des Begriffs, also die definitorische Abgrenzung, die Ent­wicklung von Meßverfahren, die Überprü­fung, inwieweit Einstellungen das Konsum- und Kaufverhalten tatsächlich beeinflussen, und die Frage, wie sich Einstellungen heraus­bilden bzw. wovon ihre Änderung abhängig ist. Bei der Vielzahl ähnlich erscheinender Be­griffe, wie z. B. Meinungen, Wissen, Über­zeugungen, Werte, Werthaltungen, muss zu­nächst begriffliche Klarheit herbeigeführt werden. Der folgenden Darstellung liegt eine Sichtweise zugrunde, nach der Einstellungen als organisierte und erlernte Bereitschaften relativ dauerhafter Natur verstanden wer­den, in einer spezifischen Weise auf ein Ein­stellungsobjekt zu reagieren und damit das Verhalten zu steuern (zu dirigieren). Auf die Merkmale dieser Definition wird im folgen­den eingegangen: 1) Einstellungen können sich auf verschie­dene Objekte beziehen. Im Marketing sind das häufig einzelne Marken oder einzelne Unternehmungen, letztere entweder in ihrer Gesamtheit oder in einzelnen Teilen (z.B. Warengruppen). Bezugsobjekt einer Einstel­lung können aber auch Einstellungen gegen­über bestimmten Verhaltensweisen sein. Dies würde dann bspw. bedeuten, nicht die Einstellung gegenüber „Wein von der Mo­sel“ zu ermitteln, sondern die Einstellung ge­genüber der Verhaltensweise „Gästen Wein von der Mosel anzubieten“. Die Bezugsob­jekte einer Einstellungsmessung können also unterschiedlich spezifisch sein. Allgemein fordert das hierauf bezogene Spezifitätsprin­zip, dass Einstellungen und zu prognostizie­rende bzw. zu erklärende Verhaltensweise gleich spezifisch definiert werden sollen, da­mit die Möglichkeiten zur Vorhersage des Verhaltens verbessert werden. 2) Wenn die Einstellung als Antwortbereit­schaft definiert wird, dann ist dies ein Hin­weis darauf, dass Einstellungen nicht das beobachtbare Verhalten selbst erfassen, sondern dass hiermit ein hypothetisches (theoretisches) Konstrukt gemeint ist; gele­gentlich wird auch davon gesprochen, mit Einstellungen würde die „latente Struktur“ erschlossen. Einstellung und Verhalten wer­den also als getrennte Größen gesehen, wo­bei jedoch nach der E-V-Hypothese die Kenntnis der Einstellung erlaubt, das Verhal­ten zu prognostizieren. 3) Einstellungen sind organisiert und durch Erfahrung erworben. Zwar wird in der Psy­chologie die Frage aufgeworfen, ob Einstel­lungen (z.B. eine konservative Haltung) nicht auch vererbt werden können, für An­wendungen des Konzepts im Bereich des Marketings dürfte jedoch der Fall, dass Ein­stellungen erlernt sind, von ausschlaggeben­der Bedeutung sein. Die „Organisation“ der Einstellungen äußert sich darin, dass Perso­nen über eine Vielzahl von Einstellungen verfügen, die untereinander so verknüpft sein können, dass die Änderung einer Einstel­lung dazu führen kann, dass auch andere Ein­stellungen kovariieren. Diese Beziehungen sind Gegenstand der verschiedenen Kon- sistcnztheorien (Theorien des kognitiven Gleichgewichts), wozu insb. die Balance­theorie von Heider, das Prinzip der Kongru­enz von Osgood und Tannenbaum und die Theorie der kognitiven Dissonanz von Festinger gehören. 4) Der dirigierende (direktive) Einfluß der Einstellung richtet sich nicht nur auf das Wahlverhalten >>> Einstellung



24. 01. 2026

Bundesbank - Vollständiger Name: Deutsche Bundesbank; unabhängige Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in Frankfurt und Niederlassungen (Landeszentralbanken) in den einzelnen Bundesländern. >>> Bundesbank


Marktanalyse - Marktforschung Marktanteil Der mengenmäßige (wertmäßige) Marktan­teil ist der Anteil des Absatzes (Umsatzes) ei­ner Unternehmung am Absatz (Umsatz) al­ler Unternehmen der relevanten Branche, d.h. dem Marktvolumen. Der relative Marktanteil >>> Marktanalyse


Lernen - In der Wirtschaftssoziologie: Bezeichnung für beabsichtigte und eine gewisse Mühe erfordernde Aktionen zum Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten; im weiteren Sinne die Gesamtheit der hypothetischen Prozesse, die als Folge des Reagierens auf spezifische Reizsituationen denjenigen Verhaltens- und Erlebensänderungen entsprechen, die nicht durch Ermüdung, angeborene Verhaltenstendenzen, Reifung, exogene Eingriffe oder durch Pharmaka aufgetreten sind und die von vorausgegangenen Erfahrungen abhängen können. Lernen kann sich als a) Übung, als Auswendiglernen vollziehen (H. Ebbinghaus), b) Reizsubstitution im Sinne I. Pawlows und W.M. Bechterews (Signallernen, bedingter Reflex, klassisches Konditionieren), c) Verhaltensselektion (E.L. Thorndike, B.F. Skinner). Hier geschieht Lernen durch die Verstärkung von Reaktionstendenzen (C.L. Hüll), selegiert durch den eintretenden Erfolg (instrumentelles Konditionieren). Die Lernarten b) und c) können nach dem Kontiguitätsprinzip oder nach dem Erfolgsgesetz verlaufend gedacht werden, eine theoretische Unterscheidung ist schwer möglich, d) Nach der kognitiven Lerntheorie von E.C. Tolman werden statt der Reiz-Reaktionsfolgen Strukturen (kognitive Landkarten) gelernt, e) In O.H. Mowrers Zwei-Faktoren-Theorie des L.s (1960) wird versucht, Annäherungs- und Vermeidungslernen in ein System zu bringen. Dabei spielen Hoffnungen (z.B. >>> Lernen



23. 01. 2026

Dokumentenakkreditiv - 1. Grundstruktur: Das Dokumentenakkreditiv (Documentary Credit, Letter of Credit L/C) ist ein Zah­lungsversprechen (eine Zahlungsgarantie) der Bank des Importeurs zu Gunsten des Exporteurs. Dieses Zahlungsversprechen gibt die Importeurbank (sog. akkreditiveröffnende Bank, kurz: Akkreditivbank) im Auftrag und nach den Weisungen des Importeurs ab. In die Akkreditivabwicklung ist regelmässig eine Bank im Land des Exporteurs eingeschaltet. Um Zahlung zu erlangen, muss der akkreditivbegüns­tigte Exporteur Dokumente einreichen, die den Versand der Ware und andere Exportsachverhalte be­weisen. Massgebliche Rechtsgrundlage für die Abwicklung von Dokumentenakkreditiven sind die   Einheitlichen Richtlinien und Gebräuche für Dokumenten-Akkreditive (ERA) der Internationalen Handelskammer (/CC), die von den meisten Banken bzw. Bankenverbänden der Welt anerkannt sind. Einteilung nach der Sicherheit des Exporteurs: (1) Widerrufliche Dokumentenakkreditive können von der Akkreditivbank (Importeurbank) jederzeit und ohne vorherige Nachricht an den Akkreditivbe­günstigten (Exporteur) geändert oder annulliert werden. Sie kommen in der Praxis sehr selten vor. (2) Unwiderrufliche Dokumentenakkreditive begründen — je nach Akkreditivart — eine feststehende (unwiderrufliche) Verpflichtung der Akkreditivbank (Importeurbank) zur sofortigen bzw. zur hinausgescho­benen Zahlung bzw. zur Akzeptleistung mit späterer Zahlung (siehe unten). (3) Bei unbestätigten Do­kumentenakkreditiven hat der Begünstigte nur einen Anspruch auf Zahlung an die Akkreditivbank (Im­porteurbank). (4) Ist dagegen ein Dokumentenakkreditiv durch eine sog. andere Bank bestätigt worden, dann begründet diese Bestätigung einen selbstständigen (zusätzlichen) Zahlungsanspruch des Begüns­tigten an diese Bestätigungsbank (Akkreditivbestätigung). >>> Dokumentenakkreditiv


Devisen - Forderungen und Guthaben in fremder Währung. Devisenkurs; Sorten. Bezeichnung für Forderungen/Guthaben, die auf ausländische Währungseinheiten lauten. Gegenstand des Devisenhandels sind die Fremdwährungsguthaben auf Bankkonten. >>> Devisen


Risiko - In der Wirtschaftssoziologie: ital.: Gefahr, Wagnis im kaufmännischen Handeln. Alltagssprachlich meint Risiko einerseits das Eingehen eines Wagnisses um einer Chance willen, andererseits die Gefahr, in die man sich begibt (subjektives R.), oder die, in der man sich alternativlos befindet (objektives R.). [1] Im technisch-politischen Verständnis heisst Risiko das Produkt aus Schadenswahrscheinlichkeit mal Schadenumfang - zumeist gemessen in Letalität - bezogen auf eine Zeiteinheit. [2] In der Ökonomie wird als Risiko die Abweichung der realisierten von den erwarteten Daten in Wirtschaftsplänen verstanden, die sich aus der Ungewissheit über künftige Daten ergeben, die Grundlage jedes Profits sei. [3] In der Entscheidungstheorie >>> Risiko



22. 01. 2026

Working capital - Das Working capital entspricht dem Nettoumlaufvermögen, der Differenz von Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. Als Working Capital wird die (positive) Differenz zwischen dem (kurzfristig gebundenen) Umlaufver­mögen (Vorräte, Forderungen sowie weitere geldnahe Vermögensgegenstände) und dem kurzfristigen Fremdkapital (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Kredite) bezeichnet. Bildet man einen Quotienten aus „Umlaufvermögen : kurzfristigen Verbindlichkeiten”, so spricht man auch von der „Working-Capital-Ratio”. Diese Kennzahl soll somit eine Aussage darüber ermöglichen, in welchem Umfang die bei normalem Geschäftsgang verhältnismässig leicht liquidierbaren Vermögensteile zur Disposition stehen und nicht für die Tilgung der kurzfristigen Schulden bereitgestellt werden müssen. Die Existenz eines positiven Working Capital lässt zugleich den Umkehrschluss zu, dass das Unternehmen die „Goldene Bilanzregel im weiteren Sinne” eingehalten hat, d. h. das langfristige Kapital >>> Working capital


Eigentum - In der Wirtschaftssoziologie: [1] in der Nachfolge M. Webers dauerhafte, zeitlich unbegrenzt appropri-ierte Chancen, die im Unterschied zum Besitz rechtlich sanktioniert sind (V.M. Bader u. A. Benschop 1989). Rechtliche Regelungen beziehen sich etwa auf die Übertragbarkeit eines E.s (z.B. Vererbung). „ Eigentumsobjekte “ sind nicht Sachen im engeren Sinne, sondern allgemein Nutzungschancen (z.B. Erwerbschancen), die an Sachen, aber auch an Personen, Positionen und Ämter (z.B. Pfründe) oder an „ unkörperliche Objekte “ (z.B. Urheberrechte an Computerprogrammen, Beteiligungen) gebunden sind. „ Eigentümer “ können u.a. Individuen, Haushalte, Stämme, Organisationen, Klassen oder Staaten sein (Individual-, Familien-, Staatseigentum), je nachdem wer durch das Aneignungsverhältnis (Appropriation) von der Nutzung ausgeschlossen bzw. nicht ausgeschlossen wird. [2] Die Eingrenzung des E.s auf „ Sachen “ in Abgrenzung von „ Herrschaft “ ist ein Produkt moderner liberaler Theorie, die das >>> Eigentum


Werbeplanung - ist der systematische und schrittweise Pro­zeß der Erarbeitung einer Werbekampagne. Er beginnt mit der Analyse der Ausgangssi­tuation (Werbeanalyse). Diese beschäftigt sich mit der Sammlung, Analyse und Inter­pretation von Daten über das Werbe­objekt (seine Bewerbbarkeit), den Anbieter der Leistung (Marketingziel, -Strategie und Positionierung), sowie den betroffenen Pro­dukt-Markt (Abnehmer, Konkurrenten, ge­sellschaftliche Rahmenbedingungen, Kom­munikationsinfrastruktur). Auf dieser Basis können die Werbeziele bestimmt und eine Werbestrategie festge­legt werden. Die Werbestrategie enthält Aussagen über die anzusprechende Wer­bezielgruppe, die zu übermittelnde Wer­bebotschaft, die einzuschlagende Anspra­cherichtung sowie das zur Verfügung stehende Werbebudget. Die wichtigsten Ergebnisse der Werbeanalyse und >>> Werbeplanung



21. 01. 2026

Validität - In der Wirtschaftssoziologie: validity, Gültigkeit von operationalisierten Begriffen, Messoperationen (z.B. Tests) und Experimenten. Die V hängt davon ab, inwieweit erhobene Daten bzw. in Tests und Experimenten ermittelte Messwerte tatsächlich das beschreiben, was man unter dem Begriff, dem Sachverhalt, der zu testenden Eigenschaft usw. versteht, über die Daten und Messwerte gewonnen wurden. (A)  (allgemeine Charaktersierung) meint die Gültigkeit einer   Operationalisierung, also ob mit dem ge­messenen Kriterium auch tatsächlich das eigentlich interessierende Phänomen abgebildet wird. So kann bspw. in Zweifel gezogen werden, ob die Fluktuationsrate in einem Unternehmen ein valides Mass für die Arbeitzufriedenheit darstellt oder ob ein bestimmter psychologischer Test valide bestimmte Charaktereigenschaften eines Menschen anzeigt. Siehe auch   Gütekriterien. (B)  (Gültigkeit, in der Personalauswahl). Bei Personalauswahlinstrumenten wird mit der Validität mehr­heitlich angegeben, wie hoch die Korrelation zwischen dem vorausgesagten und der tatsächlichen Eig­nung der Bewerbenden ist. Wir unterscheiden zwischen Kriteriumsvalidität (Zusammenhang zwischen dem Testergebnis und der festzustellenden Grösse) der inhaltlichen Validität (Werden relevante Krite­rien erhoben?) und der Konstruktvalidität (Basiert das Instrument auf einer fundierten Theorie?). Eine Sonderform ist die face validity oder Augenscheinvalidität, das heisst, ist das Funktionieren Instrument den Beteiligten einsichtig. Siehe auch   Personalauswahl, Grundlagen und   Personalauswahl, Instrumente, jeweils mit Literaturangaben. kennzeichnet die Gültigkeit einer Mes­sung bzw. eines Meßinstruments. Es ist hier­bei die v.a. für theoretische Konstrukte schwierige Frage zu klären, ob die durchge­führte Messung auch wirklich die charakteri­stischen Eigenschaften des Meßobjektes erfaßt. Dies ist für einfache, physikalische Größen wie Länge und Gewicht wesentlich einfacher als für marketingrelevante Kon­strukte wie z.B. Aufmerksamkeit oder Ein­stellung. Man unterscheidet mehrere Validi­tätsarten, die sich hauptsächlich nach der Strenge der zu erfüllenden Kriterien unter­scheiden: Inhaltliche Validität (circular-validity, face-validity, relevance-validity): Bei weiter Auslegung umfaßt die inhaltliche Validität den gesamten Arbeitsgang von der adäquaten Planung bis zur Fertigstellung ei­nes kompletten Meßinstruments. Damit ist gemeint, dass man zur Überprüfung einer komplexen Fragestellung alle relevanten Teilaspekte einbezieht und sicherstellt, dass die ausgewählten Testitems das zu untersu­chende Phänomen hinreichend repräsentie­ren. Somit beschäftigt sich die inhaltliche Va­lidität mit der Plausibilität, Vollständigkeit, Angemessenheit und Relevanz eines Meßin­strumentes und erfordert insofern besonders viel Kreativität in der Planungsphase. Man spricht häufig auch davon, dass sich ein Test selbst validiere. Dies mag für einfache Frage­stellungen zutreffen, ein genauer Validitäts­nachweis erfordert jedoch zusätzlich die Durchführung einer systematischen Über­prüfung der Validität mit einem der nachfol­genden Verfahren. Kriteriumsvalidität: Unter der Kriteriumsvalidität faßt man die Vorhersagevalidität (Prognosevalidität, pre- dictivevalidity) und die Ubereinstimmungs- validität (concurrent validity) zusammen. Hierbei werden die Ergebnisse eines zu überprüfenden Meßinstrumentes mit den Werten eines Außenkriteriums verglichen. Der Grad der Validität wird normalerweise durch die Korrelation bestimmt. Da eine sol­che Überprüfung weitgehend mechanisch und ohne umfassendes, theoretisches Hin­tergrundwissen erfolgen kann, spricht man auch von empirischer Validität. Die Wahl des Außenkriteriums stellt hierbei einen ent­scheidenden Schritt dar. Unabhängig von der Qualität oder Validität des Außenkriteriums selbst, kann die erzielte Kriteriumsvalidität stets im Hinblick auf das zugrundeliegende Außenkriterium interpretiert werden und ist ob) ektiv nachprüfbar. Von Prognosevalidität spricht man dann, wenn die Ergebnisse einer Messung zur Vor­hersage von Kriteriumswerten verwendet werden. Die Ubereinstimmungsvalidität zielt demgegenüber auf Kriteriumswerte ab, die praktisch simultan mit dem zu überprü­fenden Meßinstrument erhoben werden. Insbesondere die Vorhersagevalidität hat für praktische Fragestellungen eine erhebliche >>> Validität


Operations research - In der Wirtschaftssoziologie: (engl.) Operationsforschung siehe unter Unternehmungsforschung siehe unter Systemforschung. 1. Begriff und Zielsetzung: Operations Research (OR) wurde im Zweiten Weltkrieg in England und in den USA als Hilfsmittel für strategische Entscheidungen entwickelt und nach Kriegsende zunächst in den USA und später dann auch in Europa in Wirtschaft und Wissenschaft angewandt. Typische Merkmale des OR sind: -     Modellanalytische (Modell) Vorgehensweise, d.h. das zu entwickelnde     Systemmodell enthält nur die grundsätzliche Struktur und die quantifizierten Daten     des realen Problems. -     Einsatz systematischer, meist mathematischer Methoden und Algorithmen    ( Algorithmus) zur Analyse der Handlungsalternativen und zur Lösung des modellierten  Problems. -     Unterbreitung eines hinsichtlich einer vorgegebenen Zielsetzung optimalen Entscheidungsvorschlages für das reale Problem. Deshalb findet man häufig folgende Definition: OR ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, welche die Entwicklung von Modellen, die Anwendung vorwiegend mathematischer Planungsmethoden und die EDV-mäßige Implementierung von speziellen Algorithmen zur Analyse und Optimierung komplexer Problemstrukturen zum Gegenstand hat. Während OR in den USA und Großbritannien vorwiegend unter "Management Science" subsumiert wird und im Rahmen des "Business Administration"-Studiums gelehrt wird, ist OR in der Wissenschaftssystematik des Deutschen Hochschulverbandes als eigenständiges Teilgebiet der "Systemforschung und -technik" geführt und gehört zu den Studienfächern der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaftler, der Informatiker und Mathematiker. Für den Begriff "Operations Research" sind eine Reihe von deutschen Übersetzungen vorgeschlagen worden, wie z.B. Unternehmungsforschung, Ablaufforschung, Planungsforschung, Verfahrensforschung, Optimalplanung. Da jedoch keine dieser Bezeichnungen eine hinreichende breite Anerkennung fand, hat man nach einer gewissen Experimentierphase die Übersetzungsversuche aufgegeben. 2. Geschichtliche Entwicklung: Um 1940 wurden in der englischen Armee Wissenschaftler verschiedener Disziplinen (Mathematiker, Physiker, Ingenieure, Biologen) in "Operational Research Groups" zur systematischen Erforschung und Vorbereitung militär-strategischer Maßnahmen zusammengefaßt; es ging dabei z.B. um die Untersuchung der Einsatzmöglichkeiten der Radartechnik und die Ermittlung optimaler Strategien auf der Basis mathematischer Analysen im Bereich der U-Boot-Abwehr, der Zusammenstellung von Geleitzügen und Bombergeschwader. Die Erfolge der OR-Gruppen im militärischen Bereich führten dazu, daß sich nach Kriegsende zunächst amerikanische Wirtschaftler mit OR befaßten, um auch im zivilen Bereich ökonomische Auswahlprobleme, die herkömmlich der Geschäftserfahrung und dem Fingerspitzengefühl des Entscheidenden vorbehalten waren, dem rationalen Kalkül der OR-Methoden zu unterwerfen; insbesondere Großfirmen gründeten eigene OR-Abteilungen, die meist einem Vorstandsmitglied zugeordnet wurden. Bald interessierten sich auch deutsche Wirtschaftsverbände und Wissenschaftler für OR mit dem Ziel, dieses neue Gebiet an Hochschulen und Universitäten zu verankern, Institute und Lehrstühle zu schaffen, Ausbildungsprogramme zu installieren, die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet vorwärts zu treiben und durch internationale Kontakte, Tagungen und Seminare allmählich Anschluß an den internationalen Standard zu gewinnen. Hier sind besonders zwei Strömungen festzustellen; eine Gruppe vorwiegend mathematisch-wissenschaftlicher Hochschullehrer konzentrierte sich auf die Entwicklung verfeinerter Modelle und leistungsfähiger Lösungsmethoden, während für die vorwiegend betriebswirtschaftlich-technisch orientierten Praktiker die Anwendung bekannter Verfahren auf die Lösung von realen Problemen im Vordergrund stand. OR ist heute als Lehrgebiet an allen deutschen Hochschulen und Universitäten vertreten. Seit 1975 besteht an >>> Operations research


Finanzierung aus Abschreibungen - Der Begriff der Finanzierung „aus   Abschreibungen” kann im Zusammenhang mit der Analyse und Gestaltung der   Innenfinanzierung in dreifacher Weise interpretiert werden: (1) Bei dem primär im Bereich der Jahresabschlussanalyse anzutreffenden Versuch, das Volumen der Innenfinanzierung als   Cash Flow auf indirektem Wege aus Jahresabschlussgrössen zu ermitteln, stel­len Abschreibungen eine Korrekturgrösse dar. Der Betrag der in die GuV-Rechnung als Aufwand ein­gegangenen Abschreibungen ist als nicht zahlungswirksame Aufwandsgrösse zum Jahresüberschuss hinzuzuaddieren und damit letztlich aus der Rechnung zu eliminieren. Im Endeffekt wird dadurch er­reicht, dass die Höhe der vorgenommenen Abschreibungen für den als Ergebnis der Rechnung zu er­mittelnden Cash Flow ohne Bedeutung ist. (2) Die Gestaltung von Abschreibungen stellt ein Instrument im Rahmen des >>> Finanzierung aus Abschreibungen



20. 01. 2026

Deregulierung - In der Wirtschaftssoziologie: Auflösung von kollektivvertraglichen, gesetzlichen oder sonstigen institutionalisierten Regelungen von sozialen Verhältnissen (z.B. Arbeitsverhältnissen, Verhältnissen sozialer Sicherung) zugunsten eines „ freien “ Verkehrs zwischen den unmittelbar Beteiligten. Die Deregulierung als politisches Programm (z.B. als „ Privatisierung “ öffentlicher Leistungen) baut auf die „ freien Kräfte des Marktes “ , die zu einer ökonomischen, effektiven Allokation der volkswirtschaftlichen Ressourcen führen sollen. umfasst die Vereinfachung, Verringerung und vollständige Aufhebung von rechtlichen Regelungen z.B. auf dem Europäischen Finanzmarkt mit dem Ziel der Angleichung der Regelungen in den einzel­nen Mitgliedsstaaten. Hierzu gehören beispielsweise die Niederlassungs- >>> Deregulierung


Preisfigureneffekt - wissenschaftlich nicht bestätigte Einflüs­se bestimmter Preis-Endziffern auf die Preiswahrnehmung und Preisbeurtei­lung. Manchmal wird z. B. argumentiert, dass „ungerade“ Preise als „knapper kalkuliert“ und deshalb günstiger empfunden werden als runde Preise. Ferner wurde behauptet, dass >>> Preisfigureneffekt


Arbeitslosenquote - Verhältniszahl, die angibt, wieviel Prozent der arbeitswilligen Arbeitnehmer eines Landes, gemessen an der Gesamtzahl der abhängig Beschäftigten, ohne Arbeit sind. In der Bundesrepublik lag die Arbeitslosenquote 1985 im Jahresdurchschnitt bei 8,2%. Anteil der Arbeitslosen an den abhängigen Erwerbspersonen (ohne Soldaten) in Prozent. Entscheidende Größe für die Beurteilung des wirtschaftspolitischen Zieles hohen Beschäftigungsstandes (Ziele >>> Arbeitslosenquote



19. 01. 2026

Hypothekenbanken - Private Spezialbanken, die ausschließlich oder vorwiegend langfristige Kredite gegen Grundpfandrechte  Kreditinstitute in der Rechtsform der Aktiengesellschaft >>> Hypothekenbanken


Amoroso-Robinson-Relation - in der Preistheorie entwickelte Optimalitätsbedingung für gewinnmaximale Preise, wonach Grenzkosten und Grenzerlös gleich sein müssen. Im Monopol gilt also für den ge­winnoptimalen Preis p!i, der Preiselastizi­tät e und den Grenzkosten bezüglich der Menge K’s. Dabei handelt es sich nur im Fall einer isocla- stischen (multiplikativen) Preis-Absatz- funktion um eine Bestimmungsgleichung, ansonsten wegen der wechselseitigen Ab­hängigkeit von e und p“' nur um eine Fixpunktgleichung. Bei oligopolistischen Bedingungen muss die Relation um Kreuzpreis- (&j) und Re­aktionselastizitäten (r) erweitert werden. Es gilt dann: Die Robinson-Amoroso-Relation dient eher theoretischen als praktischen Zwecken, weil sie sehr leicht deutlich macht, zu welchen Preiswirkungen veränderte Preis-, Kreuz­preis- ode r Reaktionselastizitäten führen. der zuerst von den Nationalökonomen Luigi Amoroso und Joan Robinson herausgearbeitete funktionale Zusammenhang zwischen Grenzausgabe (A¢) bzw. auch Grenzerlös (E¢), Preis (p) und Eigenpreiselastizität der Güternachfrage ( >>> Amoroso-Robinson-Relation


Controller - Aufgabenträger des Controlling in Banken. >>> Controller



18. 01. 2026

Familienzyklus - In der Wirtschaftssoziologie: family cycle, [1] die Formen der zeitlichen Abfolge der verschiedenen Beziehungsstrukturen in der Familie von Liebespaar über Ehepaar ohne Kinder, Elternpaar mit Kindern, Ehepaar nach Selbständigkeit der Kinder. Für Untersuchungen über das Konsumverhalten und die finanziellen >>> Familienzyklus


Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) - siehe  Kartellrecht. siehe unter Kartellgesetz vom 27.7.1957, mit 5. Novelle, die seit 1.1.1990 in Kraft ist, schützt den funktionsfähigen Wettbewerb, indem es Wettbewerbsfreiheit sichern soll. Seine Schwerpunkte sind: 1. ein generelles Kartellverbot (Kartell), wobei bestimmte Wirtschaftsbereiche (Land- und Forstwirtschaft, Verkehr, Kohle und Stahl, Versorgung mit Strom, Gas und Wasser, Kreditgewerbe, Versicherungswirtschaft) davon ausgenommen und bestimmte Kartellformen (Konditionen-, Rabatt-, Normen- und Typen-, Rationalisierungs-, Spezialisierungs-, Kooperations-, Strukturkrisen-, Export- und Importkartell) anmelde- bzw. zulassungspflichtig sind. 2. Mißbrauchsaufsicht >>> Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)


Korrelationsanalyse - Verfahren zur Messung von Wechselbezie­hungen (Korrelation) zwischen sich verän­dernden Größen. Je nach Anzahl der unter­suchten Variablen unterscheidet man zwischen einfacher (zwei Variablen) und der multiplen Korrelationsanalyse (mehrere Va­riablen). Als Maß für die Stärke und Rich­tung des Zusammenhangs dient dtr Korrela­tionskoeffizient, der den Wert 0 einnimmt, falls die Variablen linear unabhängig bzw. unkorreliert sind. Die Variablen sind umso stärker korreliert, je näher der Wert bei ± 1 liegt. Der lineare Korrelationskoeffizient (nach Bravais-Pearson) für metrische Variablen zwischen zwei Variablen ist definiert als sx und sy stehen für die Stan­dardabweichungen, x und y für die Mittel­werte der Variablenrealisationen x; und yi. Korrelationskoeffizienten, die auf nicht­metrischen Daten beruhen, aber ähnliche Eigenschaften wie rxy haben, sind der Te- trachorische, Polychorische und Polyserielle Korrelationskoeffizient (mit der Annahme kontinuierlicher normalverteilter Variablen aber kategorieller Messung).         Die K. beschäftigt sich mit der quantitativen Bestimmung der Stärke des linearen Zusammenhangs von Merkmalen oder Variablen . Hierzu werden Maßzahlen (Korrelationen), die Werte im Intervall von 1 bis +1 annehmen, verwandt. Beim Wert +1 spricht man von einem (totalen) positiv linearen, beim Wert 1 von einem (totalen) negativ linearen Zusammenhang und der Wert 0 besagt, daß kein linearer (eventuell aber doch z.B. ein quadratischer) Zusammenhang zwischen den Variablen besteht, d.h. die Variablen sind unkorreliert. Je weiter eine Korrelation vom Wert 0 abweicht, desto stärker ist natürlich der lineare Zusammenhang der Merkmale. Die Korrelation zwischen zwei Merkmalen X und Y, die in einem sachlogischen Zusammenhang stehen sollten, da sonst sogenannte Nonsenskorrelationen entstehen, schätzt man durch einen Korrelationskoeffizienten. Dazu werden an n Objekten aus einer interessierenden Grundgesamtheit die beiden Merkmale X und Y beobachtet, so daß dann n Beobachtungs-Tupel (x1, y1), (x2, y2), ..., (xn, yn) zur Verfügung stehen. Bezeichnen              und die arithmetischen Mittel der n Beobachtungswerte für die Merkmale X und Y, so ist der für metrische (in der Gesamtheit normalverteilte) Merkmale (Deskriptive Statistik) übliche Pearsonsche Korrelationskoeffizient gegeben als             Um zu prüfen, ob der Zusammenhang zwischen X und Y signifikant ist, d. h., ob X und Y tatsächlich korreliert sind, oder ob ein Wert rXY ¹ 0 nur daher rührt, daß man lediglich n Objekte und nicht die Gesamtheit aller Objekte untersucht hat, kann man sich eines Korrelationstests bedienen. Und zwar verwirft man die Hypothese der Unkorreliertheit zum Sicherheitsniveau a Î (0, 1) , zumeist a = 0. 9, a = 0. 95 oder a = 0. 99, falls mit           gilt          , wobei tn-2;g das g-Quantil der zentralen t-Verteilung mit n-2 Freiheitsgraden bezeichnet. Kann man von vornherein einen positiven (negativen) linearen Zusammenhang von X und Y ausschließen, so wird die Hypothese zum Niveau a verworfen, falls t < tn-2;a (t > tn-2;1-a). Sind die Merkmale X und Y nicht normalverteilt oder lediglich ordinaler Natur, so wird ihre Korrelation durch sogenannte Rangkorrelationskoeffizienten geschätzt. Dazu werden in den beiden Reihen x1, ..., Xn und y1, ..., yn getrennt Rangzahlen vergeben. Bezeichnet etwa x (1) £ x (2) £ ,..., £ x(n) die geordnete Beobachtungsreihe zum Merkmal X, so wird dem kleinsten Wert x (1) die Rangzahl R (x (1)) = 1, dem Wert x (2) die Rangzahl R >>> Korrelationsanalyse



17. 01. 2026

Industrieobligation - Anleihe eines privaten Unternehmens; die Rückzahlung von Industrieanleihen wird meist durch die Verpfändung von Boden und Gebäuden (Grund-Pfandrecht) oder durch die Sicherungsübereignung von langlebigen Wirtschaftsgütern (z. B. Maschinen) sichergestellt.  Anleihe, die von privaten Unternehmen >>> Industrieobligation


Event-Marketing - Die Marktkommunikation von Unternehmen ist einem ständigen Wandel unterworfen. Ursachen dieser Veränderungen sind nicht nur die häufig zitierte Reizüberflutung sowie der „ Information overload “ der Konsumenten, sondern auch der Wandel in Wertvorstellungen, an denen sich das gesellschaftliche Verhalten, Denken und Handeln orientiert. Unternehmen unterliegen daher dem permanenten Zwang, die tradierte Kommunikationspolitik auf den Prüfstand zu stellen und neue innovative Wege der Zielgruppenansprache ausfindig zu machen. Als Ausdruck der Suche nach neuen Wegen der Unternehmenskommunikation ist das Event-Marketing zu sehen. Ein „ Event “ - ein besonderes Ereignis - soll dabei als Plattform zur erlebnisorientierten Kommunikation und Präsentation eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Unternehmens genutzt werden. Folgerichtig wird unter Event-Marketing die Inszenierung von Ereignissen sowie deren Planung, Organisation und Kontrolle im Rahmen der Unternehmenskommunikation verstanden, so dass durch erlebnisorientierte firmen- oder produktbezogene Veranstaltungen emotionale und physische Reize und starke Aktivierungsprozesse ausgelöst werden. Wesentliches Merkmal des Event-Marketing ist dabei seine „ Dialogfähigkeit “ . Events ermöglichen unmittelbare Kontakte zu den Anwesenden, die ihrerseits in einer für sie angenehmen, zwangfreien Situation angetroffen werden. Event-Marketing kann somit die „ klassischen “ , unpersönlichen Kommunikationsinstrumente Werbung, Verkaufsförderung und Public Relations unterstützen und ergänzen. Andererseits ist Event-Marketing auch in der Lage, als Basis für den integrierten Einsatz der klassischen Kommunikationsinstrumente zu dienen. In diesem Sinn läßt sich das Event-Marketing auch als übergreifendes, aber vor allem komplementäres Instrument der Kommunikationspolitik kennzeichnen. Erfolgreiches Event-Marketing basiert dabei - wie auch >>> Event-Marketing


Wahrnehmung - In der Wirtschaftssoziologie: Perzeption, allgemeine und zusammenfassende Bezeichnung für den gesamten Vorgang, durch den Lebewesen Informationen über ihre Umwelt und über ihren eigenen Zustand aufnehmen und verarbeiten. Physikalisch-physiologisch gesehen ist Wahrnehmung ein Prozess, bei dem bestimmte, aus der Aussenwelt oder dem Organismus selbst stammende Reize durch die Sinnesorgane in Erregung von Nervenzellen verwandelt werden, die dann als elektrische Impulse in den sensorischen Bahnen weitergeleitet werden und schliesslich zur Erregung bestimmter Ganglienzellen in der Hirnrinde führen. Die Psychologie versucht eine theoretische Klärung des Problems, auf welche Weise sich dabei bestimmte W.sgegenstände und W.sinhalte >>> Wahrnehmung



16. 01. 2026

Fixkosten - Kosten für die Bereitstellung der betrieblichen Infrastruktur, die unabhängig von der jeweiligen Aus­bringung bzw. Auslastung in konstanter Höhe pro Periode anfallen, z.B. kalkulatorische Abschreibun­gen oder Zinsen. >>> Fixkosten


Handelskette - Inbegriff des distributionswirtschaftlich an­gezeigten , Weges“, den stofflich unverändert bleibende Produkte (Handelswaren) zwecks Konsumwirksamkeit vom Erzeuger zum Verwender nehmen und der sich dafür prin­zipiell anbietenden Betriebe des Handels (vgl. Abb.); zugleich ein am Institut für Han­delsforschung der Universität zu Köln (Seyf- fert, >>> Handelskette


Bankgarantie - 1. Charakterisierung: Bankgarantien werden von Banken (Garanten) im Auftrag ihrer Kunden (Garantieauftraggeber) übernommen und umfassen die i.A. unwiderrufliche Verpflichtung des Garanten, einen Geldbetrag an einen Dritten (Garantienehmer/Garantiebegünstigten) zu zahlen, sofern bestimmte, in der Garantie genannte Voraussetzungen, die den Eintritt des Garantiefalles definieren, erfüllt sind. Die Bankgarantie umfasst eine selbstständige Verpflichtung der garantierenden Bank, d.h. sie ist losgelöst (abstrakt) vom (Waren-)Grundgeschäft zwischen dem Garantieauftraggeber (z.B. einem Verkäufer) und dem Garantiebegünstigten (z.B. einem Käufer). In der übernommenen Garantie ist die Bank i.A. verpflichtet, auf erstes Verlangen des Garantiebegünstigten zu zahlen. Zu beachten ist, dass >>> Bankgarantie