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Das Wirtschaftslexikon

 

Wir bieten Ihnen hier ein einfach gehaltenes Wirtschaftslexikon an, welches jedoch durch umfassende und professionelle Informationen in dieser Form im Internet ein Novum darstellt.

Tausende Fachbegriffe aus der Welt der Wirtschaftswissenschaften sind hier auf engstem Raum kondensiert und von überall erreichbar: Betriebswirtschaft einfach erklärt, Kostenrechnung im Zusammenhang dargestellt, wissenschaftliche Begriffe im Kontext zu ähnlichen Begriffen erläutert.

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Unsere neuesten Artikel sind :


07. 08. 2020

Realisationsprinzip - (A)  (Jahresabschluss, deutscher). Gewinne dürfen in der Bilanz erst zum Ansatz gebracht werden, wenn sie durch Umsatz realisiert sind. Nicht realisierte Gewinne dagegen dürfen nicht ausgewiesen werden, § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Das Realisationsprinzip hat wichtige Konsequenzen für die Bewertung, da­nach dürfen Wertsteigerungen des Vermögens nicht gewinnerhöhend wirken; siehe auch   Anschaf­fungswertprinzip. (B) (handelsrechtlich, betriebswirtschaftlich). Das Realisationsprinzip besagt, dass Gewinne aus der unter­nehmerischen Leistung erst dann erfolgswirksam erfasst werden dürfen, wenn sie realisiert sind. Als Realisationszeitpunkt wird nach herrschender Meinung der Zeitpunkt angesehen, zu dem eine Liefe­rung vollzogen (= Gefahrenübergang) oder eine Leistung erbracht wurde. Das Realisationsprinzip ver­hindert den Ausweis unrealisierter Gewinne aus >>> Realisationsprinzip


Lombardkredit - Kredit aufgrund von Beleihungen, insbesondere von Wertpapieren. >>> Lombardkredit


Marketingmix - Als Marketingmix wird die von einem Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt festgelegte Aus­wahl, Gewichtung und Ausgestaltung der   Marketinginstrumente zur Erreichung der   Marketing­ziele bezeichnet. Durch die Gestaltung des Marketingmix wird die   Marketingstrategie in konkrete Massnahmen umgesetzt. Geprägt wurde der Begriff des Marketingmix bereits Ende der 40er Jahre, um dann in den 50er und 60er Jahren genauer definiert zu werden. Der Marketingmix integriert das damals bestehende Marketingverständnis im Rahmen der 4Ps und bezeichnet die Gesamtheit der   Marke­tinginstrumente (siehe auch   Marketing, Grundlagen des). Diese Systematik hat bis heute ihre Bedeu­tung beibehalten. Darüber >>> Marketingmix



06. 08. 2020

Darlehen - Rechtsgeschäft, durch das der Gläubiger dem Darlehensschuldner eine bestimmte Geldsumme oder andere vertretbare Sachen zur Verfügung stellt und der Darlehensnehmer das Empfangene in Sachen von gleicher Art, Güte und Menge zu einem bestimmten Termin zurückzuerstatten hat. Kredit. 1. Vertrag mit der Verpflichtung desD.-snehmers, ihm >>> Darlehen


Eigentumsvorbehalt - Vorbehalt des Eigentums an einer Ware durch den Verkäufer bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises durch den Käufer. aufschiebend >>> Eigentumsvorbehalt


Cash flow - (engl. Bargeldfluß) Kennzahl des Gewinnanteils einer Periode, der zur (Selbst)Finanzierung von Investitionen sowie zur Gewinnausschüttung eingesetzt werden kann. 1. in der Wirtschaftlichkeitsrechnung des Unternehmens (Betrieb, I., 2.) bei der Kostenvergleichsrechnung >>> Cash flow



05. 08. 2020

Marktaustrittsbarrieren - 714 Exogene Faktoren, auf deren Entwicklung die Unternehmung keinen Einfluß hat, sind u.a. neue gesetzliche Bestimmungen, die konjunkturelle Entwicklung, Inflationswir- kungen oder auch der Außenwert der Wäh­rung. Änderungen bei einer der drei Größen kön­nen die Marktattraktivität beeinflussen und somit eine veränderte stay-or-exit-Entschei- dung herbeiführen.      Literatur:  Wieselhu her, N., Phasen und Prozeß der strategischen Planung, in: Töpfer, A.; Afheldt, H. (Hrsg.), Praxis der strategischen Unternehmens­planung, 2. Aufl., Landsberg a. >>> Marktaustrittsbarrieren


Rabattgesetz - Das Gesetz über Preisnachlässe (Rabattge­setz) vom 25. November 1933 schränkt die Möglichkeit der Gewährung von Rabat­ten für den Einzelverkauf von Waren oder Leistungen des täglichen Bedarfs an den letz­ten Verbraucher ein. Das Gesetz will also nicht den Rabatt als ein seit langem übliches Mittel im Wettbewerb um Kundschaft gänz­lich verbieten, sondern die Gewährung von Preisnachlässen auf einen „gesunden erzie­herischen Kern“ zurückführen und Preis­nachlässe nur tolerieren, „solange sie sich in­nerhalb einer vernünftigen gesunden kaufmännischen Preisrechnung bewegen“ (Begründung zum Gesetz über Preisnachläs­se). Wie die Zugabeverordnung will auch das Rabattgesetz der Preistransparenz dienen. Zudem sollten v. a. kleine und mittle­re Betriebe gegen einen ungezügelten Ra­battwettbewerb geschützt werden. Das Ra­battgesetz ist heftig umstritten und würde heute sicherlich nicht erlassen werden. Das Bundesverfassungsgericht hat es aber für verfassungskonform erklärt. Preisnachlässe (Rabatte) sind nach der Defi- nitiondes Gesetzes in § 1 Abs. 2 Rabattgesetz Nachlässe von den Preisen, die der Unter­nehmer ankündigt oder allgemein fordert, oder Sonderpreise, die wegen der Zugehörig­keit zu bestimmten Verbraucherkreisen, Be­rufen, Vereinen oder Gesellschaften einge­räumt werden. Im geschäftlichen Verkehr für Waren des täglichen Bedarfs im Einzelver­kauf an den letzten Verbraucher oder bei der Ausführung gewerblicher Leistungen des täglichen Bedarfs für den letzten Verbrau­cher dürfen Rabatte nur nach den Vorschrif­ten des Rabattgesetzes angekündigt oder ge­währt werden (§ 1 Abs. 1 Rabattgesetz). Dabei werden die Begriffe „Waren oder ge­werbliche Leistungen des täglichen Bedarfs“ sehr weit ausgelegt. Nach der Rechtspre­chung fallen hierunter alle Waren, für welche in der Bevölkerung jederzeit ein Bedarf ein- treten kann, wobei es genügt, wenn ein ent­sprechendes Bedürfnis nur bei einem kleinen Verbraucherkreis existent ist. Ausgenom­men sind daher vor allem Luxusgegenstände und langlebige Güter. Der Preisnachlaß be­zieht sich auf den angekündigten oder allge­mein geforderten Preis, den sog. Normal­preis des Händlers. Wann der Händler einen Preis angekündigt oder allgemein gefordert hat, kann im Einzelfall durchaus Schwierig- kciten bereiten, insb. bei der Heranziehung der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers als Grundlage für die Verkaufs­gespräche. Der BGH hat neuerdings ent­schieden, dass das Benutzen der Preisliste des Herstellers, die unverbindlich empfohlene Preise enthält, nicht die Angabe des Normal­preises des Händlers darstellt. Daraus folgt, dass es keinen Verstoß gegen das Rabattge­setz darstellt, wenn der Händler unter Her­anziehung der Preisliste des Herstellers dem Kunden einen günstigeren Preis als den un­verbindlichen empfohlenen Preis im Einzel- verkaufsgespräch anbietet. Entscheidend da­für, ob eine Preisgestaltung sich als Preisnachlaß i. S. des Rabattgesetzes dar­stellt, ist nicht das Vorstellungsbild des Händlers, sondern allein die Sicht des Ver­kehrs, d.h. des durchschnittlichen Verbrau­chers. Wenn diesem gegenüber durch die Art der Ankündigung der Eindruck erweckt wird, ihm werde im >>> Rabattgesetz


Börse - Amtlicher Markt für Wertpapiere, Devisen und bestimmte Waren, auf dem vereidigte Makler (Kursmakler) während der Börsenstunden Kurse (Preise) für Wertpapiere, Devisen und Waren feststellen, die sich aus den bei ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen ergeben. Wertpapierbörse. ist ein regelmässig zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort stattfindender Markt für vertret­bare Güter und meint in der Regel eine Wertpapierbörse, insbesondere für den Handel mit   Aktien auf dem  Aktienmarkt. Neben Wertpapierbörsen existieren vielfältige, auch lediglich regionale Wa­ren- oder Produktbörsen. Gesetzliche Grundlage sind das Börsengesetz und dieses flankierende Geset­ze. Internetadressen: (Börsengesetz online) http://www.gesetze-im-internet.de; (tägliche Börsencharts und Börsenberichte) http://boerse.ard.de, http://www.böerse-online.de; (Frankfurter Wertpapierbörse) http://deutsche-boerse.com = http://www.exchange.de Erscheinungsform von Marktveranstal­tungen, bei der regelmäßig und dauerhaft an einem Ort standardisierte und in ihrer Be­schaffenheit eindeutig beschreibbare („fun­gible“) Güter gehandelt werden, ohne dass diese am Handelsort selbst anwesend sein müssen. Besonders verbreitet sind Börsen im Devisen- und Wertpapierhandel sowie bei Rohstoffen und landwirtschaftlichen Pro­dukten. Aber auch Versicherungen und Frachtrechte werden an sog. Dienstlei­stungsbörsen gehandelt. Öffentliche Börsen unterliegen einer amtlichen Börsenaufsicht. hochorganisierter, örtlich abgegrenzter, nach festen Regeln und zu bestimmten Zeiten stattfindender Markt für fungible Gegenstände . Folgende Arten von B. sind zu unterscheiden: >>> Börse



04. 08. 2020

Verbundene Unternehmen - (affiliated companies) Verbundene Unternehmen sind Gesellschaften, die in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen und voll konsolidiert werden. Die Muttergesellschaft hält eine Beteiligung von über 50 % an diesen Unternehmen. Verschiedene Formen; im Aktiengesetz gesetzlich geregelt: - In Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen und mit Mehrheit beteiligte Unternehmen - Abhängige und herrschende Unternehmen - Konzernunternehmen - Wechselseitig (mit je über 25%) aneinander >>> Verbundene Unternehmen


Avalkredit - Auch Aval; Übernahme einer Bürgschaft oder Garantie (Garantiegeschäft) durch die Bank für Verbindlichkeiten >>> Avalkredit


compliance - In der Wirtschaftssoziologie: (engl.), [1] „ Willfährigkeit “ , ein von H. Kelman eingeführter Begriff zur Differenzierung von Einstellungsänderungen. Er unterscheidet compliance von Identifikation und Internalisation. Im Gegensatz zu letzteren, die eine persönliche >>> compliance



03. 08. 2020

Deregulierung - In der Wirtschaftssoziologie: Auflösung von kollektivvertraglichen, gesetzlichen oder sonstigen institutionalisierten Regelungen von sozialen Verhältnissen (z.B. Arbeitsverhältnissen, Verhältnissen sozialer Sicherung) zugunsten eines „ freien “ Verkehrs zwischen den unmittelbar Beteiligten. Die Deregulierung als politisches Programm (z.B. als „ Privatisierung “ öffentlicher Leistungen) baut auf die „ freien Kräfte des Marktes “ , die zu einer ökonomischen, effektiven Allokation der volkswirtschaftlichen Ressourcen führen sollen. umfasst die Vereinfachung, Verringerung und vollständige Aufhebung von rechtlichen Regelungen z.B. auf dem Europäischen Finanzmarkt mit dem Ziel der Angleichung der Regelungen in den einzel­nen Mitgliedsstaaten. Hierzu gehören beispielsweise die Niederlassungs- >>> Deregulierung


Pfadanalyse - klassische Methode zum Test von Pfad- und Kausalmodellen, die als Spezialfall ökono­metrischer Modelle aufgefaßt werden kann (Kausalanalyse). Die Konzepte der Pfad­analyse bilden die Notation für Kausalmo­delle. Wright’s klassischer Ansatz geht von rekursiven Modellen mit manifesten Vari­ablen aus. Die Anwendung ist auf metrische V ariable beschränkt. Die Konstruktion eines Modells beruht auf der Abbildung von Kausalhypothesen in Form von gerichteten Graphen (Pfaddia­gramm), die in lineare Strukturgleichungen überführt werden. Variablen in einem Pfad­modell können exogene, endogene und resi­duale Einflüsse abbilden. Die Stärke kausaler Beziehungen zwischen den Variablen eines Pfadmodells wird durch die Pfadkoeffizien­ten pjj ausgedrückt, wobei i für die determi­nierte (Wirkung) und j für die determinieren­de Variable (Ursache) stehen. Zur Überprüfung des Modells an empiri­schen Daten legt man die Annahmen der multiplen Regressionsanalyse zugrunde und geht von standardisierten Variablen aus. Die Pfadkoeffizienten werden aus den Kor­relationen der Modellvariablen berechnet. Die Schätzgleichungen ergeben sich aus den Strukturgleichungen des Pfadmodells. Kern ist das sog. Basis- oder Expansionstheorem der Pfadanalyse mit wobei i und j zwei Variablen >>> Pfadanalyse


Schachtelprivileg - Wird im nationalen Steuerrecht durch eine mindestens 10%ige Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an einer anderen begründet, sofern diese Beteiligung mindestens 12 Monate ununterbrochen bestanden hat. Die Ausnutzung des Schachtelprivilegs führt zu vermögen- und gewerbesteuerlichen Entlastungen bei der Ober-(Beteiligungs-)gesell-schaft. >>> Schachtelprivileg



02. 08. 2020

Avalkredit - Auch Aval; Übernahme einer Bürgschaft oder Garantie (Garantiegeschäft) durch die Bank für Verbindlichkeiten >>> Avalkredit


Zinsswap - Die auf der Aufnahme von Darlehen oder der Emission von Schuldverschreibungen beruhenden Zahlungsverpflichtungen, Zinsswap B. zwischen Unternehmen und Banken, werden ausgetauscht mit dem Ziel, relative Vorteile auszunutzen, über die eine Partei >>> Zinsswap


Streik - kollektive Zurückbehaltung der Arbeitsleistung zum Zwecke der Druckausübung auf den Arbeitgeber und seine Verbände; siehe auch   Arbeitskampf. Einstellung der Arbeit, die gemeinsam und planmäßig durchgeführt durch eine größere Anzahl von Arbeitnehmern innerhalb eines >>> Streik



01. 08. 2020

Investitionsgüter-Marketing - Bei Investitionsgütern handelt es sich um Leistungen, die von Organisationen mit dem Ziel beschafft werden, diese zur Erstellung eigener Produkte zu verwenden. Die Abgrenzung von Konsum- und Investitionsgütern erfolgt damit im wesentlichen anhand der Merkmale Nachfrager und Verwendungszweck. Während es sich bei den Kunden im Konsumgüterbereich um Endabnehmer handelt, sind dies im Investitionsgüter-Marketing Organisationen wie Industrieunternehmen, Verbände oder öffentliche Verwaltungen. Darüber hinaus dient das Investitionsgut nicht dem Konsum, sondern wird im eigenen Leistungserstel-lungsprozeß des Kunden eingesetzt. Wenn auch der Grundgedanke der marktorientierten Unternehmensführung für den Konsum- und Investitionsgüterbereich derselbe ist, so ergibt sich aus dieser Abgrenzung doch eine Reihe von Besonderheiten, die eine eigenständige Betrachtung des Investitionsgüter-Marketing rechtfertigen. Zu diesen Besonderheiten zählen die über mehrere Marktstufen abgeleitete Nachfrage, das organisationale Beschaffungsverhalten sowie die häufig langfristig angelegten, interaktiven Geschäftsbeziehungen. Die Nachfrage von Organisationen resultiert aus der Nachfrage nachgelagerter Marktstufen. Dieser wesentliche Unterschied zum Konsumgüter-Marketing ist sowohl für die Beurteilung des Entscheidungsverhaltens von Unternehmenskunden als auch für die Prognose der Absatzentwicklung von Investitionsgütern von entscheidender Bedeutung. Da Investitionsgüterkunden sich auf einem eigenen Markt behaupten müssen, wird sich das Entscheidungsverhalten stets an der Frage orientieren, ob die angebotene Leistung in der Lage ist, die eigene Wettbewerbssituation zu verbessern. Der zu kommunizierende, zentrale Nutzenvorteil eines Produktes besteht somit in dessen Fähigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit des Kunden aufrechtzuerhalten bzw. auszubauen. Die nachgelagerten Marktstufen sind ebenso bei der Prognose der Absatzentwicklung zu berücksichtigen. Da Investitionsgüter der Leistungserstellung dienen, ergibt sich der Bedarf des Kunden letztlich aus der Nachfrage nach dessen eigenen Produkten. Veränderungen auf nachgelagerten Marktstufen können sich unmittelbar auf die Nachfrage nach Investitionsgütern auswirken, z. B. auf den Bedarf an Komponenten, oder sich zeitverzögert bemerkbar machen, z. B. durch die zeitliche Hinausschiebung von Ersatzbeschaffungen bei Produktionsanlagen. Das organisationale Beschafffungsverhalten ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich häufig um einen formalisierten Kaufprozeß handelt. Dieser umfaßt unterschiedliche Phasen, die von der Bedarfserkennung über die Angebotserstellung bis hin zum Kaufabschluß reichen. Seitens des Kunden sind an dem Prozeß mehrere Personen beteiligt, die das sog. Buying Center bilden. Dieses ist vielfach als gedankliches Konstrukt zu bezeichnen und wird nur in wenigen Fällen als institutionalisierte Gruppe in Erscheinung treten. Für das Unternehmen ist es von größter Bedeutung, detaillierte Informationen über >>> Investitionsgüter-Marketing


Zentralisation - In der Wirtschaftssoziologie: heisst bei A.J.E. Fouillee, dass in einem differenzierten System die Teile nur für das Ganze existieren. Zentralisation ist damit in der klassischen Evolutionstheorie ein Massstab für den Entwicklungsstand von Gesellschaften, deren Ziel es sei, dass die Interessen des Ganzen und die der Teile ohne Zwang sich decken. (in der   Organisation). Die Zentralisation (auch Zentralisierung) ist die Zusammenfassung von gleichartigen Teilaufgaben auf eine Organisationseinheit nach bestimmten Kriterien. Wichtige >>> Zentralisation


Zahlungsverkehr - Ein freier Kapital- und Zahlungsverkehr ist das gemeinsame Merkmal des Außenhandels der (EU). Er betrifft die Gegenleistung, die im Rahmen des Waren-und Dienstleistungsaustauschs zu erbringen ist. Danach verpflichtet sich jeder Mitgliedstaat, in der Währung der Mitgliedstaaten, in denen die Gläubiger oder die Begünstigten ansässig sind, die Zahlung zu genehmigen, die sich auf den Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr bezieht (vgl. Bundesanzeiger, 1997, S. 223ff.). Die Beschränkung des internationalen Zahlungsverkehrs stellt einen unmittelbaren, dirigistischen staatlichen Eingriff zur Beeinflussung des Wirtschaftsverkehrs über die monetäre Seite dar. Zu den Beschränkungen des internationalen Zahlungsverkehrs zählen alle administrativen Bestimmungen und Maßnahmen eines Landes, die einen (genehmigungs-) freien An- und Verkauf von Fremdwährungen behindern. Es handelt sich um >>> Zahlungsverkehr



31. 07. 2020

Umsatzkostenverfahren - Verfahren der Erstellung der Bank-GuV-Rechnung. Zur Ermittlung des Betriebsergebnisses werden dem Umsatz des Geschöftsjahrs nicht die gesamten Aufwendungen des Jahres gegenübergestellt, sondern nur die, die für die tatsöchlich verkauften Leistungen angefallen sind. Stellt hohe Anforderungen an die Kostenrechnung. Anders: Gesamtkostenverfahren. nach § 275 Abs. 3 HGB als Alternative zum Gesamtkostenverfahren >>> Umsatzkostenverfahren


Innerbetriebliche Leistungen - sind im Betrieb erbrachte Leistungen, die nicht zum Absatz am Markt bestimmt sind, sondern >>> Innerbetriebliche Leistungen


Realkreditinstitute - Sammelbegriff für private Hypothekenbanken und öffentlich-rechtliche Grundkreditanstalten. Hauptaufgabe dieser Spezialbanken >>> Realkreditinstitute



30. 07. 2020

Zusatznutzen - Der Nutzen einer Bankleistung für den Bankkunden, der über den Grundnutzen, d.h. die eigentliche Funktion der Finanzdienstleistung, hinausgeht, indem diese Zusatznutzen B. einen besonderen Prestigewert hat. Die Schaffung von Kundennutzen zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen (Unique Selling Propo­sition) ist eine der Hauptaufgaben des Marketing. Das Nutzenkonzept des Marketing folgt klassischer-weise der Systematisierung nach dem „Nutzenschema der Nürnberger Schule”. Dieses geht konzeptio­nell von einer hierarchischen Struktur verschiedener Nutzenarten aus, aus denen sich der Nutzen eines Produkts für den Kunden zusammensetzt: Zunächst sind stofflich-technischer Grundnutzen und psy­chologischer Zusatznutzen zu unterscheiden. Der Grundnutzen deckt dabei den Teil der Kundenbe­dürfnisse, die auf die physisch-funktionalen Eigenschaften eines Produktes abzielen. Der Zusatznutzen teilt sich in Erbauungsnutzen (aus der persönlichen Sphäre) und Geltungsnutzen (aus der Sozialsphäre) auf. Der Erbauungsnutzen dient der Abdeckung der aus ästhetischen Produkteigen­schaften resultierenden Kundenbedürfnisse (z. B. Ansprüche des Individuums an Design). Der Gel­tungsnutzen deckt die Kundenbedürfnisse ab, die auf die sozialen Eigenschaften eines Produkts (z.B. Prestige) abzielen. Erbauungsnutzen wiederum besteht aus den Unterkategorien Schaffensfreude (aus Leistung) und Zuversicht (aus Wertung), letztere setzt sich dann aus Harmonie (durch Ästhetik) und Ordnung (durch Ethik) zusammen. Der Nutzenbegriff des Marketing findet u. a. in der   Konsumentenforschung oder auch im Rahmen der   Produktpolitik insbesondere >>> Zusatznutzen


Teilwert - Das (deutsche) Steuerrecht kennt neben den Anschaffungs- und Herstellungskosten einen eigenen Be­wertungsmassstab, das steuerrechtliche Pendant zum handelsrechtlichen beizulegenden Wert, den Teil­wert. Der Teilwert ist der Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebes im Rahmen des Gesamtkauf­preises für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde; dabei ist davon auszugehen, dass er den Betrieb fortführt § 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 EStG. rein >>> Teilwert


Konzernbilanzpolitik - (Konzernabschlusspolitik) ist die bewusste und im Hinblick auf die Konzernziele zweckorientierte Be­einflussung des   Konzernabschlusses im Rahmen des rechtlich Zulässigen. Der Konzernabschluss >>> Konzernbilanzpolitik



29. 07. 2020

Bilanzkennzahlen - (balance sheet ratios) Die Aufbereitung und Auswertung von Bilanzen erfolgt mit Hilfe von Bilanzkennzahlen. Die verschiedenen Positionen der Bilanz werden zu Hauptpositionen zusammengefasst: Sachanlagen, Vorräte, Forderungen und flüssige Mittel auf der Aktivseite, entsprechend auf der Passivseite Eigenkapital, langfristiges und kurzfristiges Fremdkapital. Die Hauptpositionen werden sodann in Prozent der Bilanzsumme ausgedrückt. Vermögensstruktur und Kapitalaufbau werden erkennbar, wenn die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad bekannt >>> Bilanzkennzahlen


Devisenbewirtschaftung - System planwirtschaftlicher Lenkung des Zahlungsverkehrs mit dem Ausland durch staatliche Vorschriften und Kontrollen; dabei Erfassung und Zuteilung der vorhandenen und anfallenden Devisen. i. Ggs. zur Konvertibilität >>> Devisenbewirtschaftung


Forfaitierung - Spezielle Form der Außenhandelsfinanzierung. Bei der Forfaitierung kauft z. B. eine Bank später fällig werdende Forderungen aus Warenlieferungen gegen entsprechende Sicherheiten, z. B. Garantie (Aval) einer ausländischen Bank, von einem Exporteur an und verzichtet dabei gleichzeitig auf einen Rückgriff auf den Verkäufer der Forderung oder andere vorherige Forderungseigentümer. Abtretung. 1. Charakterisierung und Merkmale: Die Forfaitierung ist neben dem   Factoring eine Form des For­derungsverkaufs, die insbesondere bei Exportgeschäften Anwendung findet: Die Exporteure verkaufen mittel- bis langfristigen Exportforderungen ä forfait, d.h. mit Überwälzung der Forderungsrisiken an Forfaiteure (Banken). Echte Forfaitierung liegt bei vorbehaltloser Übernahme aller mit der angekauften Exportforderung verbundenen Risiken (d.h. Übernahme des   Delkredererisikos, der  politischen Risiken und des   Wechselkursrisikos bei Fremdwährungsforderungen) durch den Forfaiteur vor. Die maximale Laufzeit ankauffähiger Exportforderungen ist wegen des politischen Risikos abhängig von jenem Land, in dem der Importeur bzw. die für die Zahlung haftende Bank den Sitz hat. Die Forfaiteure kaufen sowohl Euro-Exportforderungen als auch Fremdwährungs-Exportforderungen an. Der Mindest­betrag (die Höhe einer vom Importeur zu zahlenden Rate) sollte nicht unter 30.000 Euro bzw. Fremd­währungsgegenwert liegen. Die Forfaitierungskosten beruhen i.d.R. auf internationalen Zinssätzen, wie z.B.   LIBOR oder   EURIBOR zuzüglich einer Risikoprämie für die forfaitierende Bank. Die Risi­koprämie ist gestaffelt nach Importländern, nach Laufzeiten der anzukaufenden Exportforderungen sowie nach weiteren Kriterien, die das Risiko der forfaitierenden Bank beeinflussen. 2. Sicherheiten zugunsten des Forfaiteurs: Neben den Zahlungsansprüchen an den Importeur sind für den forderungsankaufenden Forfaiteur i.A. weitere Sicherheiten bestellt: (1) Die zu forfaitierenden >>> Forfaitierung