A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
wirtschaftslexikon wirtschaftslexikon
 
Wirtschaftslexikon Wirtschaftslexikon

 

wirtschaftslexikon online lexikon wirtschaftslexikon
   
 
     
wirtschaftslexikon    
   
    betriebswirtschaft
     
 
x
 

Das Wirtschaftslexikon

 

Wir bieten Ihnen hier ein einfach gehaltenes Wirtschaftslexikon an, welches jedoch durch umfassende und professionelle Informationen in dieser Form im Internet ein Novum darstellt.

Tausende Fachbegriffe aus der Welt der Wirtschaftswissenschaften sind hier auf engstem Raum kondensiert und von überall erreichbar: Betriebswirtschaft einfach erklärt, Kostenrechnung im Zusammenhang dargestellt, wissenschaftliche Begriffe im Kontext zu ähnlichen Begriffen erläutert.

Wenn Ihnen die Darstellung in unserem Lexikon gefällt, dann kommen sie doch regelmässig vorbei und nutzen unser kostenloses Informationsangebot.

Bitte beachten Sie insbesondere unsere Suchfunktion rechts oben, damit Sie schnell an Ihr Ziel kommen. Hunderte Fachbegriffe lassen sich so am schnellsten durchforsten.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Studium und Praxis mit unseren Qualitätsinformationen,

Ihr Team dasWirtschaftslexikon.com

 

 

Unsere neuesten Artikel sind :


18. 08. 2019

Finanzkapital - In der Wirtschaftssoziologie: Finanzkapitalismus in der Wirtschaftswissenschaft >>> Finanzkapital


Regressionsanalyse - Die Regressionsanalyse ist ein häufig eingesetztes Analyseverfahren (Datenanalyse), das sowohl für die Beschreibung und Erklärung von Zusammenhängen als auch für die Durchführung von Prognosen grosse Bedeutung besitzt. Untersucht werden die Wirkungsbeziehungen zwischen einer abhängigen Va­riablen (Regressand) und einer oder mehreren unabhängigen Variablen (Regressoren). Die Regressi­onsanalyse ist anwendbar, wenn sowohl die abhängige als auch die unabhängige Variablen metrisches Skalenniveau (Messniveau) besitzen. Ein Beispiel für die Anwendung der Regressionsanalyse bildet die Frage, ob und wie die Absatzmenge eines Produktes vom Preis (und ggf. zusätzlich von den Werbeausgaben und der Zahl der Verkaufsstät­ten) abhängt. Nach der Anzahl der einbezogenen Variablen wird zwischen der einfachen (zwei Variab­len) und der multiplen Regressionsanalyse (mehr als zwei Variablen) unterschieden. Ferner wird nach der Art der Zusammenhänge zwischen linearer und nicht-linearer Regressionsanalyse differenziert. Die Regressionsanalyse untersucht die lineare Abhängigkeit zwi­schen einer metrisch skalierten abhängigen Variablen (Regressand) und einer oder meh­reren (Regressionsanalyse, multiple) me­trisch skalierten unabhängigen Variablen (Regressoren). Der Zwei-Variablen-Fall bil­det die einfachste stochastische Beziehung zwischen zwei Variablen x und y ab mit dem Modell oder für die Stichprobe y ist hier die abhängige Variable, x die unab­hängige oder erklärende Variable, £ eine sto­chastische Störgröße und ßo und ßi die unbe­kannten Regressionsparameter, bo, bi, e; die geschätzten Parameter. Das Subskript i be­zeichnet die i-te Beobachtung. Die Werte für x und y sind beobachtbar, die für e nicht. Beobachtungen können über die Zeit (Zeitreihenanalyse), über Personen bzw. Objekte (Querschnittsanalyse) oder glei­chermaßen über Zeit und Personen vorlie­gen. Aufgrund der stochastischen Eigen­schaft des Modells durch die Störgröße e existiert für jeden der Werte von x auch eine Wahrscheinlichkeitsverteilung für die Werte von y. Dem Regressionsmodell liegen fünf Annah­men über die Eigenschaft der Störgrößen zu­grunde: Ei ist normalverteilt. & hat einen Erwartungswert von Null: E (£i) = 0- . , Jedes Residuum hat die gleiche Varianz er (Homoskedastizität): E (£;2) = CT2 für alle i. Die Residuen sind nicht autoregressiv, d.h. sie sind paarweise unkorreliert: E (£i£j) = 0,i*j. Die erklärende Variable x; ist nicht stocha­stisch und hat bei Meßwiederholungen fe­ste Werte. Das Regressionsproblem besteht darin, Schätzwerte für ßi und £ zu finden. Die Schät­zung der Regressionsparameter kann über die Kleinste-Quadrate-Schätzung erfol­gen. Durch die Punkte der Beobacntungs- werte (x, y) wird dabei eine Gerade gelegt, so dass die Summe der quadrierten Abweichun­gen (Residuen) minimiert wird. Sind die An­nahmen des Modells erfüllt, dann sind nach dem Gauss-Markov- Theorem die geschätz­ten Koeffizienten b beste lineare erwartungs­treue Schätzer (BLUE) für die gesuchten Parameter. Aus der Gleichung des linearen Regressionsmodells ergibt sich die Zielfunk­tion für die Schätzung Nach der Methode der Kleinsten Quadrate ergeben sich die Parameter aus: wenn bi festgelegt ist. Unter den Annahmen des klassischen linearen Regressionsmodells sind die Kleinste-Quadrate-Schätzung und die Maximum Likelihood Schätzung äquivalent. Durch die Annahme normalverteilter Resi­duen besteht die Möglichkeit Hypothesen über den Einfluß des Regressors zu testen. Soll der Einfluß als statistisch gesichert ange­sehen werden, so ist die Nullhypothese Ho: ß = 0 gegen die Alternativhypothese Hi : ß  0 zu prüfen. Sind die Annahmen des Re­gressionsmodells erfüllt, dann ergibt sich für die Nullhypothese die Teststatistik über t = b/Sb- Die Prüfgröße folgt einer t-Vertei­lung mit (n-2) Freiheitsgraden. Ist der empi­rische t-Wert gleich oder größer als der kriti­sche Tabellenwert ta/2, bei vorgegebenem Signifikanzniveau a, dann ist statistisch gesi­chert, dass der Regressionskoeffizient von 0 verschieden ist. Die Güte des Regressionsmodells wird über das Bestimmtheitsmaß (Determinationsko­effizienten) R2 gemessen. Er erfaßt den An­teil der Varianz in y, der auf die Varianz von x zurückzuführen ist. Das Bestimmtheitsmaß des einfachen Regressionsmodells ist defi­niert über R2 hat einen Wertebereich zwischen 0 und 1. Ein Wert von 0 gibt den schlechtesten Fit, der Wert 1 den besten Fit an. Die Probleme des einfachen Regressionsmodells entstehen bei Verletzung der Modellannahmen wie: Nichtlinearität, Autoregressiven Residu­en (Autokorrelation), Heteroskedastizität. Das Modell eignet sich sowohl zur Prognose als auch zur Diagnose von Beziehungen und ist in fast allen statistischen Datenanalyseprogrammenenthalten. Siehe auch Regression, Literatur:  Kmenta, Elements of Econometrics, New York 1986. Schneeweiß, H., Ökonometrie, Würzburg 1971. Literatur: Backhaus K., Erichson B., Plinke W., Weiber R.: Multivariate Analysemethoden. Eine anwendungsorientierte Einführung, 10. Auflage, Springer, Berlin u.a., 2003. faßt Verfahren zusammen, die sich mit der Untersuchung von Zusammenhängen, stochastischen Abhängigkeiten zwischen Variablen befassen, wobei i. Ggs. zur Korrelationsanalyse die betrachteten Größen unterschiedlich aufgefaßt und behandelt werden: Zu klären ist für eine Größe, welche Einflußfaktoren auf sie einwirken und welcher Art dieser Einfluß ist. Folgendes einfache Beispiel verdeutlicht die anstehende Fragestellung: Es bezeichne C die Konsumausgaben eines Haushalts und Y das verfügbare Einkommen . Man wird erwarten, daß die Konsumausgaben wesentlich vom verfügbaren Einkommen abhängen. Trifft diese Erwartung in voller Strenge zu, so liegt ein funktionaler Zusammenhang der Gestalt (1)  C = g(Y) vor, wobei die Funktion g i.a. nicht bekannt ist. Zur Klärung der genannten Fragen geht man so vor, daß man für die als relevant erachteten Größen Beobachtungen sammelt. Im Beispiel erhält man so etwa T Datensätze (C1, Y1), ..., (CT, YT), u. zw. in Form von Zeitreihendaten oder Querschnittsdaten oder in Form einer Mischung dieser Datentypen. Die Auswertung zeigt dann in aller Regel, daß ein strenger funktionaler Zusammenhang der Art (1) nicht besteht. Zwar kann man leicht Funktionen g mit der Eigenschaft (2)  Ct = g(Yt)  ,t = 1, ..., T, ermitteln, jedoch trifft (2) nicht für alle möglichen Wertepaare (Y¢, C¢) zu, wie es die Beziehung (1) verlangt. Auch bei Berücksichtigung weiterer Einflußgrößen ergibt sich  abgesehen von Extremfällen  die gleiche Situation wie zuvor, daß nämlich ein strenger funktionaler Zusammenhang nicht unterstellt werden kann. Dies läßt sich dadurch erklären, daß neben den explizit berücksichtigten Größen, denen eine systematische Wirkung auf die Konsumausgaben zukommt, noch weitere Einflußfaktoren vorhanden sind. Diese üben zwar einzeln keine erkennbare, systematische Wirkung aus, sie überlagern sich >>> Regressionsanalyse


Direct-Mail - Zustellung schriftlicher Informationen mit werblichem Charakter (s.a. Werbebrief). Dies geschieht i. d. R. auf dem Postwege. Die Aussendungseinheit selbst wird als Mailing bezeichnet und ist damit das wichtigste Wer­bemittel der Direktwerbung. Die Kosten für ein Mailing werden entscheidend von den Gebühren der Deutschen Bundespost beein­flußt, die aufgrund des Zustellmonopols für Briefe der bedeutendste Ubermittler von Werbemitteln ist. Zu den Maßnahmen, die eine Senkung der Kosten für Produktion und Streuung der Werbemittel zum Ziel haben, zählen zum einen die Syndication und zum anderen bestimmte V erfahren der werb­lichen Ansprache, für die spezielle Werbe­mittel entwickelt wurden. Folgende Kurzcharakteristik vermittelt ei­nen Überblick über bedeutende Werbemittel des Direct-Mailing (vgl. C. Mayer): 1. Anzeigen, Beilagen, Beihefter - Anzeige: Jede Form und Größe von gedruckter Infor­mation mit der deutlichen Aufforderung zur Reaktion (Bezugsquellenhinweis o. ä.) - Couponanzeige: Anzeige, auf die mittels eines Abschnittes (Coupon) reagiert werden soll, der zumeist am Rande der Anzeige angeordnet ist. - Anzeige mit Postkarten-Beihefter: Anstelle eines Coupons wird für die Kun­denreaktion eine Postkarte angeboten, die vor oder hinter der Anzeige beigeheftet ist. - Tip- on-Postkarte: Postkarte oder Umschlag sind geklebt und in die Anzeige integriert - Beilage: Ein dem Werbeträger beigelegter Prospekt. - Beihefter: Ein fest mit dem Werbeträger verbundenes Werbemittel. - Kombinationsformen 1. Mailings - Mail-Order-Package: Kombination mehrerer Werbemittel, die zu einem Werbeplakat zusammengefaßt sind, meist bestehend aus Werbebrief, Prospekt, Antwortkarte und Versandumschlag. - Werbebrief: Unterscheidung >>> Direct-Mail



17. 08. 2019

Zinsswap - Die auf der Aufnahme von Darlehen oder der Emission von Schuldverschreibungen beruhenden Zahlungsverpflichtungen, Zinsswap B. zwischen Unternehmen und Banken, werden ausgetauscht mit dem Ziel, relative Vorteile auszunutzen, über die eine Partei >>> Zinsswap


Handelspanel - Ausprägungsform des Panels, bei dem die Erhebungen bei einem repräsentativ ausge­wählten, im Prinzip gleichbleibenden Kreis von Absatzmittlern (i.d.R. Einzelhan­delsgeschäfte) in regelmäßigen Abständen über einen längeren Zeitraum hinweg zum im Prinzip gleichen Untersuchungsgegen­stand durchgeführt werden. Damit hegt der besondere Vorzug des Handelspanels, ähn­lich wie beim V erbraucherpanel, in der dy na- mischen Betrachtung, also der Verfolgung von Veränderungen und Entwicklungen im Zeitablauf. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Ebenen der Handelspanelfor- schung unterscheiden: erstens auf der Ein­zelhandels- und zweitens auf Großhandels­ebene. Auf der Einzelhandelsebene lassen sich Einzelhandelspanels und Fachhan­delspanels unterscheiden. Auf der Großhan­delsebene spricht man dementsprechend von einem Großhandelspanel. Ein Repräsentanzproblem beim Handelspa­nel ergibt sich aus der in den seltensten Fällen gewährleisteten vollständigen Marktabdek- fcung (Coverage-Effekt). Da die Abneh­mer von Panelinformationen (v. a. Marken­artikler) naturgemäß Zahlen über ihren gesamten Distributionsbereich wünschen, müßte vom Panel eine entsprechende totale Erfassung gefordert werden. Zwar erfolgt in den Stichprobengeschäften eine vollständige Erhebung aller Artikel der untersuchten Wa- rengruppen (z.B. Markenartikel, Handels­marken, No Names), jedoch können vom Handelspanel nicht alle für ein Produkt mög­lichen Absatzkanäle erfaßt werden. So fallen beim Einzelhandelspanel Beziehungskäufe für Letztabnehmer (z.B. beim Großhandel, ab Fabrik) zwangsläufig aus der Erhebung. Umgekehrt muss aus verschiedenen Grün­den darauf verzichtet werden, jedem Ab wan­dern bestimmter Gütergruppen in neue, nicht erfaßte Verteilerstellen durch eine ent­sprechende Erweiterung der Grundgesamt­heit Rechnung zu tragen. Weitere Einschrän­kungen resultieren aus einer Vielzahl von Teilnahmeverweigerungen von z.T. markt­starken Handelsunternehmen (Coverage- , Effekt). Erhoben werden jeweils Lagerbestände so­wie die An- und Äbverkäufe in den interes­sierenden Warengruppen. Dabei liegt das folgende einfache Erfassungsprinzip zu­grunde: Inventur des Lagerbestands zu Beginn der Periode + Registrierung der getätigten Einkäufe in der betreffenden Periode (anhand von Lieferscheinen bzw. Rechnungen) - Inventur des Lagerbestandes zum Ende der Periode = (Ab-)Verkäufe zwischen den Erhebungs­intervallen Da der Einzelhandel bislang nicht durchgän­gig über eine artikelgenaue Registrierung sei­ner Bestände und Abverkäufe in kurzen zeit­lichen Abständen verfügt, ist die Erhebung dieser Daten nur über solche vergleichsweise sehr aufwendigen Inventuren möglich. Die Warenbewegungen des Handels werden durch geschulte Außendienstmitarbeiter der Marktforschungsinstitute erfaßt. Die Panel­geschäfte werden in regelmäßigen Abstän­den von den Mitarbeitern >>> Handelspanel


Leitbild - In der Wirtschaftssoziologie: Leitvorstellung, auch: Leitidee, insbesondere in der deutschen Soziologie der 1950er Jahre gebräuchliche Bezeichnung für Komplexe normativer Vorstellungen über die erstrebenswerte >>> Leitbild



16. 08. 2019

Integriertes Marketing - Obwohl in der klassischen Definition des Marketing, verstanden als „ Planung, Koordination und Kontrolle aller auf die aktuellen und potentiellen Märkte ausgerichteten Unternehmensaktivitäten “ bereits explizit auf das Koordinationserfordernis hingewiesen wird, hat das erweiterte Anspruchsspektrum des Marketing sowie Probleme in der organisatorischen und unternehmensübergreifenden Abstimmung von Marketingaktivitäten den Terminus „ Integriertes Marketing “ seine Berechtigung erfahren lassen. Die Betonung des Integrationserfordernisses bei der Gestaltung und Umsetzung von Marketingkonzepten resultiert ursprünglich aus der Gefahr eines isolierten und nicht hinreichend abgestimmten Einsatzes der einzelnen Marketinginstrumente. Zielsetzung eines integrierten Marketing ist es deshalb, alle Marketinginstrumente unter Berücksichtigung bestehender Inter-dependenzen zur effizienten Erreichung der angestrebten Unternehmens- und Marketingziele aufeinander abzustimmen. Diese eher instrumentelle Sichtweise des Integrationsgedankens ist jedoch durch aktuelle Herausforderungen zunehmend erweitert worden. Einerseits hat sich das Anspruchsspektrum des Marketing in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Neben der Kundenorientierung erlangte die konkurrenz- und gesell-schaftsorientierte Ausrichtung des Marketing im Rahmen eines marktorientierten Führungskonzeptes an Bedeutung. Somit stellt sich im Konzept eines integrativen Marketing die Frage, wie diese unterschiedlichen Perspektiven in einem Marketingkonzept zu vereinen sind. Weiterhin ist dem Integrationsproblem im Zusammenhang mit der organisatorischen Verankerung des Marketing im Unternehmen besondere Beachtung zu schenken. In divisiona-lisierten Unternehmen stellt sich vielfach ein marktbezogenes Interdependenzproblem, dass im Hinblick auf bestimmte Marketingziele und Zielgruppen die dezentral planenden Divisionen ihre Marketingaktivitäten aufeinander abstimmen müssen. Hier werden neben den Inhalten der Integration insbesondere die organisatorischen Möglichkeiten zur Umsetzung der Integrationserfordernisse diskutiert. Weiterhin wird der Integrationsgedanke im Marketing in einem unternehmensübergreifenden Koordinationserfordernis deutlich, wenn Marketingkonzepte in mehrstufigen Absatzsystemen umgesetzt werden müssen. Hier gilt es, mit verschiedenen Marktpartnern den Einsatz von Marketinginstrumenten über die Unternehmensgrenzen hinweg abzustimmen. Ausgangspunkt eines integrierten Marketing bildet ein geschlossenes Marketingkonzept. Die Marketingkonzeption ist das Ergebnis detaillierter strategischer Analysen und umfaßt Festlegungen auf drei Konzeptionsebenen und zwar der Ziel-, Strategie- und Instrumental- bzw. Marketingmixebene. >>> Integriertes Marketing


Exportkreditversicherung - siehe   Kreditversicherungen, privatwirtschaftliche. in der Bundesrepublik zur Bearbeitung und für den Abschluß von Ausfuhrgarantien sowie Bürgschaften >>> Exportkreditversicherung


Kosten - In der sozialistischen Wirtschaftslehre: In Geld- oder Mengeneinheiten bewerteter Ge- oder Verbrauch vergegenständlichter (Güter) und (in Lohn u.a. Vergütungen ausgedrückter) lebendiger Arbeit sowie sonstige Geldausgaben zur Produktion oder zum Absatz von Waren und Dienstleistungen. in Geld bewerteter Verzehr von Inputeinheiten materieller und immaterieller Art zur Erstellung und Marktverwertung (Absatz, 1.) betrieblicher Leistungen sowie Aufrechterhaltung hierfür notwendiger Kapazitäten. Die Inputbewertung kann mit  Preisen, die auf dem Markt gebildet wurden (Anschaffungswert), erfolgen oder mit opportunity costs siehe Alternativ-K., die zur Erzeugung eines Guts x aufgewendeten Kosten, gemessen am Verzicht des sonst alternativ erzeugbaren Guts y (Wirtschaft, 2.). Den dem Unternehmen (Betrieb, I.) produktionsbedingt anfallenden K., die als private K. bezeichnet werden, stehen die gesamtwirtschaftlichen K. siehe volkswirtschaftlichen K. siehe sozialen K. gegenüber, es sind die der Volkswirtschaft (Wirtschaft) insgesamt entstehenden Kosten, so z.B. einschließlich jener K., für die die Gesellschaft als Ganzes für die Beseitigung der produktionsbedingten Umweltschädigung aufkommen muß. In den betriebs- und volkswirtschaftlichen  Modellen sind sie i.d.R. vernachlässigt. Produktionsbedingte K. sind interne K., wenn sie einem Unternehmen entstehen und von diesem zu tragen sind. Tritt ohne Outputvariation eine K.-minderung ein, z.B. weil die Produktionsausweitung der gesamten Branche dem betreffenden Unternehmen zu kostengünstigeren Transportleistungen verhilft, handelt es sich für dieses Unternehmen um externe K. (external). Die zur Abwicklung einer Transaktion erforderlichen Kosten sind Transaktions-K., so z.B. K. für Vertragsabschlüsse, zur Durchsetzung von Vertragsansprüchen bei Streitigkeiten, für Transport der Güter, für Wartezeiten bis zur Verfügbarkeit. Die klassische Theorie des Gleichgewichts (Nachfragetheorie des Haushalts,  Kostentheorie , Unternehmenstheorie) >>> Kosten



15. 08. 2019

Bankenaufsicht - Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. ist in der Bundesrepublik neben anderen speziellen Gesetzen durch das mehrfach, zuletzt in 1994, novellierte Gesetz über das Kreditwesen (KWG) von 1961 wie auch durch EG-Richtlinien aufgrund >>> Bankenaufsicht


Prognose - [s.a. Technological Forecasting] Das Ziel von Prognosen ist die Beschreibung zukünftig möglicher Untemehmungs-und Umweltzustände. Die Prognose baut auf vergangenheitsbezogenem Erfahrungsmaterial auf und projeziert es mittels eines zeitunabhängigen Kalküls in die Zukunft. Im Falle realtheoretisch fundierter Prognosen muss daher allgemeines Wissen in Form bestätigter Gesetzesaussagen vorliegen (vgl. Horväth, 1998, S. 389f.; Macharzina, 1999, S. 299). Im Gegensatz hierzu ist Planung als systematisches, zukunftsbezogenes Durchdenken und Festlegen von Zielen sowie von Maßnahmen und Ressourceninput zur Zielerreichung zu verstehen (vgl. Pfohl, 1981, S. 16; Macharzina, 1999, S. 297f.). Wesentliches Merkmal des Planungsprozesses ist die Unsicherheit, d.h., die verfügbaren Informationen lassen keine eindeutigen Erwartungen zu. Auf Grund dieser Unsicherheit kommt der Prognose im Planungs-prozess große Bedeutung zu. Gegenstand von Absatzprognosen im Rahmen des Marketing sind nach Meffert (2000) das Marktpotenzial, das Absatzpotenzial, das Marktvolumen, das Absatzvolumen sowie der Marktanteil. Grundsätzlich wird zwischen Entwicklungs- und Wirkungsprognosen differenziert. Bei Entwicklungsprognosen werden die Wirkungen der einsetzbaren bzw. eingesetzten Instrumentalvariablen, z.B. des Marketinginstrumentariums (Marktinginstrumente) der eigenen Unternehmung oder des Wettbewerbs, nicht berücksichtigt. Wirkungsprognosen sollen dagegen die Wirkung >>> Prognose


Abschreibung - Geldausdruck des Verschleißes der Grundmittel. Die Höhe der Abschreibung ist Ausdruck des im Produktionsprozeß allmählich auf das neue Produkt übertragenen Wertteiles der Grundmittel. Die Abschreibungsregeln unterstützen die Bilanzkosmetik eines Unternehmens und die Wertsteigerung wird aus Steuermitteln gefördert. Siehe Grundmittel 1. Verfahren im Rechnungswesen zur Erfassung der Wertherabsetzung abnutzbarer Gegenstände des Anlagevermögens. Die A.-sbeträge sind Aufwandsposten (Aufwand) in der Erfolgsrechnung des Unternehmens (Betrieb, I., 2.) und verteilen somit die Anschaffungskosten oder Herstellungskosten periodengerecht auf die Nutzungsjahre des Anlagegegenstandes. Durch die A. wird die richtige, d.h. periodengerechte, Darstellung des Betriebsvermögens und entsprechende Ermittlung des Betriebsergebnisses sowie die Erhaltung der Kapazität der Betriebsanlagen erreicht. Ursachen der A. sind abnutzungsbedingter und natürlicher (Rost, Fäulnis) Verschleiß, technischer Fortschritt, wirtschaftliche Überholung (Modelländerung) oder Ablauf zeitlich beschränkter Rechte (Verträge, Patente). Es ist zwischen planmäßiger A. und außerplanmäßiger A. (Sonder-A.) zu unterscheiden. Letztere werden vorgenommen, wenn sich ein niedrigerer Stichtagswert infolge von z.B. außerordentlichem Verschleiß oder falscher Schätzung der Nutzungsdauer ergibt. Für abnutzbares Anlagevermögen kommen A. in plan- und außerplanmäßiger Form in Betracht, für nicht abnutzbare Vermögensgegenstände nur außerplanmäßige A. Bei der A. dürfen nur betriebsnotwendige Wirtschaftsgüter >>> Abschreibung



14. 08. 2019

Skonto - Prozentsatz, der bei sofortiger Bezahlung oder bei Zahlung innerhalb eines vereinbarten Zeitraums vom Rechnungsbetrag abgezogen werden kann. Unter Skonto ist ein Preisnachlass zu verstehen, der bei frühzeitiger Zahlung der Rechnung gewährt wird. Skonto wird in der Regel für die ersten zwei Wochen ab dem >>> Skonto


Kapital - (capital) Das Kapital steht auf der Passivseite der Bilanz und gliedert sich in Eigenkapital und Fremdkapital. Neben Arbeit und Boden dritter Produktionsfaktor im volkswirtschaftlichen Sinne. Man unterscheidet zwischen Geldkapital, das sind alle für Investitionszwecke in einer Volkswirtschaft zur Verfügung stehenden Geldmittel, und Sachkapital, worunter alle an der Erzeugung von Gütern und Dienstleistungen beteiligten Produktionsmittel (z. B. Maschinen und Werkzeuge) zu verstehen sind. z.T. auch siehe Vermögen I. betriebswirtschaftlich  ist K. und Vermögen unterschiedliche Sichtweise desselben Tatbestandes. Das Vermögen einer Unternehmung (Betrieb , I.) wird auf >>> Kapital


Offene Handelsgesellschaft (OHG) - (A)  (deutsches Recht), gesetzlich im HGB geregelte und eng an die   Gesellschaft bürgerlichen Rechts angelehnte   Personengesellschaft mit mindestens zwei Gesellschaftern (natürliche oder juristische Personen). Ihr Zweck ist der Betrieb eines Handelsgewerbes (Personenhandelsgesellschaft) bei persön­lichem Arbeitseinsatz der   Gesellschafter unter einer gemeinschaftlichen Firma. Gegenüber den Ge­sellschaftsgläubigern haften neben dem Gesellschaftsvermögen alle Gesellschafter gesamtschuldne­risch unbeschränkt mit ihrem gesamten eigenen Vermögen. Die OHG ist keine juristische Person, aber wie die  Kommanditgesellschaft nach aussen rechtlich verselbständigt und kann insbesondere unter ihrer Firma Rechte erwerben, Grundstücke erwerben (Grundbuchfähigkeit), Verbindlichkeiten eingehen und vor Gericht klagen und verklagt werden. Alle Gesellschafter sind zur Geschäftsführung und je einzeln zur organschaftlichen Vertretung der Gesell­schaft nach aussen berechtigt und verpflichtet (Grundsatz der Selbstorganschaft). Die Gesellschafter verbindet eine besondere Treuepflicht, aus der auch das gesetzliche Wettbewerbsverbot der Gesell­schafter abgeleitet wird. Die Offene Handelsgesellschaft ist >>> Offene Handelsgesellschaft (OHG)



13. 08. 2019

Marketingplanung - Unter Marketingplanung versteht man die systematische, rationale Durchdringung des derzeitigen und zukünftigen Markt- und Unternehmensgeschehens als Grundlage für die Ableitung von Marketingzie­len und -aktivitäten. Die Marketingplanung beschäftigt sich mit der Analyse- und Planungsphase des Marketingmanagementprozesses (siehe auch   Marketing, Grundlagen des), wobei zwischen strategi­scher Marketingplanung und operativer Marketingplanung unterschieden werden kann. Die strategische Marketingplanung konzentriert sich auf   strategische Geschäftseinheiten (SGEs),   Produkte (bzw. Dienstleistungen) oder Produktgruppen und umfasst üblicherweise eine Planungs­zeitraum von zwei bis fünf Jahren, während die operative Marketingplanung sich mit der konkreten Ausgestaltung der  Marketinginstrumente befasst und einen kurzfristigen Planungshorizont hat (z.B. Jahres-, Quartals-, Monatspläne). Entscheidungsträger sind im strategischen Bereich die Sparten- oder Geschäftsbereichsleitung und im operativen das Produktmanagement. Bezugspunkt der Planung ist immer der   relevante Markt, auf dem das Unternehmen aktiv ist, das Ergebnis der Planung ist der Marketingplan. Im Rahmen des Marketingplans müssen vor allem folgende Fragen beantwortet werden: (1) Welche Massnahmen werden (2) zu welchem Zeitpunkt, (3) für welche Produkte, (4) mit welchem Aufwand und (5) mit welchem Ziel durchgeführt? Siehe auch   Marketing, Grundlagen (mit Literaturangaben). wird - ganz allgemein gesagt - betrieben, um die Zukunft besser bewältigen zu können. Zu dieser stets gültigen Funktion der Planung kommt in arbeitsteilig organisierten Wirt­schaften noch die ergänzende Funktion, einzelne Handlungen aufeinander abzustim­men, hinzu. Genauer betrachtet sind zu un­terscheiden: 1) Die Ergebnisfunktion der Marketingpla­nung: Geplant wird, um bei ganz konkreten Maßnahmen in der Zukunft „das Beste her­auszuholen“. Diese Funktion der Planung stellt auf den konkret bevorstehenden Pla­nungsgegenstand ab. 2) Die Sich erb eitsfunktion der Marketing­planung: Nur mittels Planungen können ein­zelne Aktivitäten aufeinander abgestimmt werden, jeder Beteiligte ist damit vor uner­warteten Aktivitäten der Planungspartner gesichert. 3) Die         Lernfunktion der Marketingplanung: Dieser sehr häufig als Nebeneffekt der Mar­ketingplanung beschriebene Effekt besteht darin, dass der Planende infolge Auseinan­dersetzung mit konkreten Planungsproble­men und deren systematischer Durchdrin­gung gewissermaßen nebenbei einen wesentlich höheren Informationsstand er­langt. Auf der Basis dieses verbesserten In­formationsstandes kann der Planungsträger künftig gezielter und situationsadäquater handeln. Marketingplanung kann extensiv oder auch relativ wenig detailliert betrieben werden. Beide Extreme sind wenig erfolgverspre­chend; erfolgreiche Unternehmen zeichnen sich durch eine gesunde Mischung zwischen analytischer Planungstätigkeit und schnel­lem Handeln aus. Zu breit und zu detailliert angelegte Planungen zeugen häufig von einer gewissen Handlungsscheu; zu wenig detail­lierte Planungen lassen den Erfolg zum Zu­fallsspiel geraten. Die Planungstätigkeiten eines Unterneh­mens lassen sich nach verschiedenen Krite­rien beschreiben, besonders relevant sind fol­gende: 1) Planungsmaßnahmen sind je nach der Revidierbarkeit der Pläne strategischer, tak­tischer oder operativer Natur. Strategische Pläne haben lange Vorlauf- und lange Wir­kungszeiten und sind daher nur schwer bzw. unter erheblichen Kosten zu modifizieren (StrategischeMarketingplanung);operati- ve Pläne dagegen betreffen Maßnahmen, die sehr schnell in die Tat umgesetzt werden können und nur vergleichsweise geringe Fol­gewirkungen zeigen. 2) Nach dem ihnen zugrundeliegenden Pla­nungshorizont unterscheidet man langfristi­ge, mittelfristige und kurzfristige Planungs­maßnahmen. Als kurzfristig (bzw. kürzest- fristig) werden dabei Maßnahmen eingestuft, bei denen nur die Wirkung innerhalb des er­sten Jahres bedacht wird, als langfristig sol­che, bei denen die Wirkungen erst nach drei bis fünf Jahren voll zum Tragen kommen. 3) Planungsmaß nahmen können danach be­schrieben werden, welche hierarchischen Ebenen dafür verantwortlich zeichnen; dem­nach unterscheidet man zwischen Unterneh­mensplanung (Unternehmensleitung), Ab­teilungsplanung (mittleres Management) und Ausführungsplanung (unteres Manage­ment). 4) Planungen können schließlich auch nach Stoßrichtungen als produkt- oder prozeß­orientiert eingestuft werden. Dieser Zusam­menhang wird in Abb. 1 dargestellt. Bezeich­net man mit A den Ausgangspunkt der Pla­nung und mit D den angestrebten Endpunkt, so wird ein Unternehmen, das Kostenführer- schaft anstrebt, sich v. a. in Richtung C, ein Unternehmen, das Qualitätsführerschaft an­strebt, sich v. a. in Richtung B orientieren. 5) Planungsmaßnahmen können schließlich auch danach beschrieben werden, ob sie nach dem Koordinationsprinzip Top-Down, Bot- tom-Up >>> Marketingplanung


Schuldverschreibung - (engl. Bond). Als Schuldverschreibung bezeichnet man mittel- bis langfristige Kredite, die am   Kapitalmarkt durch   Emission von Wertpapieren aufgenommen und in handelbaren Teilschuldverschreibungen verbrieft werden. Die klassischen Fonnen sind die mittelfristige   Obligation und die langfristige   Anleihe, die mit einer laufenden Zinszahlung in Form eines jährlich >>> Schuldverschreibung


Finanzkapital - In der Wirtschaftssoziologie: Finanzkapitalismus in der Wirtschaftswissenschaft >>> Finanzkapital



12. 08. 2019

Hauptversammlung - Abk.: HV; Organ der Aktiengesellschaft und Kommanditgesellschaft auf Aktien, in dem die Aktionäre ihre Aktienrechte ausüben können (Parlament der Aktionäre). Die Hauptversammlung muss mindestens einmal jährlich stattfinden. Sie beschließt über die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrates (ausgenommen die Vertreter der Arbeitnehmer), die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates, die Bestellung der Abschlußprüfer, Satzungsänderungen, Maßnahmen der Kapitalbeschaffung oder Kapitalherabsetzung, Bestellung von Sonderprüfern, über die Auflösung der Gesellschaft sowie über Fragen der Geschäftsführung, >>> Hauptversammlung


Zahlungsbedingungen - Im geschöftlichen Verkehr Vereinbarung über die Art der Bezahlung einer Verbindlichkeit (Schuld); z.B. in bar, durch Überweisung, per Wechsel oder Scheck, durch Akkreditiv u. a. Modalitöten >>> Zahlungsbedingungen


Kundenzufriedenheit - 1. Charakterisierung der Kundenzufriedenheit Der Begriff der Kundenzufriedenheit sagt aus, welchen Grad an Kundenorientierung (siehe auch  Produkt-,  Kommunikations-,  Preis-,  Vertriebspolitik) ein Anbieter erreicht hat d.h. inwie­weit er den Bedürfnissen und Wünschen seiner Kunden entspricht. Zufriedenheit spiegelt dabei die Be­urteilung der Kunden im Hinblick auf deren Kauf- und Konsumerfahrungen wider. Der Grad der Zu­friedenheit hängt davon ab, inwieweit die wahrgenommenen Leistungen mit den Erwartungen überein­stimmen. · Ist die wahrgenommene Leistung, d.h. die Leistungsbeurteilung durch den Kunden, grösser als die erwartete Sollleistung, so führt dies zu Zufriedenheit auf hohem Niveau. · Ist die wahrgenommene Leistung, d.h. die Leistungsbeurteilung durch den Kunden, genauso gross wie die erwartete Sollleistung, so führt dies zu Zufriedenheit auf einem konstanten Niveau. · Ist die wahrgenommene Leistung, d.h. die Leistungsbeurteilung durch den Kunden, kleiner als die erwartete Sollleistung, so führt dies zu Unzufriedenheit. Kundenzufriedenheit ist eine subjektive Erfahrung, die sich beim Kunden durch folgende Erwartungen manifestiert: durch das individuelle Anspruchsniveau des Kunden, durch früher gemachte Erfahrungen, durch das Image des Anbieters, durch das Leistungsversprechen des Anbieters, durch das Wissen um alternative Angebote. Kunden zahlen einen Preis für ein Leistungsversprechen und erwarten die Erfüllung diese Leistungs­versprechens. Wird es lediglich erfüllt, so werden sie nichts besonderes darin erblicken, denn dies wur­de erwartet und bezahlt. Bekommen sie mehr als erwartet, so werden sie „zufriedener” reagieren und eine Loyalität (vgl. Customer Relationship Management, CRM) entwickeln. Bekommen sie weniger als erwartet, so wird dies in „Unzufriedenheit” münden und der Kunde geht langfristig verloren. Die Erwartungen der Kunden haben dabei eine affektive, gefühlsmässige und eine kognitive, erkennt­nismässige Seite — unklar ist, welche davon wichtiger ist und die Entscheidungen der Kunden stärker beeinflusst. In der DIN EN ISO 9000 ff Norm (vgl. DIN ISO 9000) nimmt die Kundenzufriedenheit eine zentrale Stellung ein. Sie formuliert allgemein akzeptierte Forderungen an die Gestaltung von Qualitätsma­nagementsystemen (QM-Systemen; siehe  Qualitätsmanagement) in Unternehmen. In der DIN 9000 wird postuliert, dass die Kundenzufriedenheit durch die Erfüllung von Kundenanforderungen erhöht werden soll, wobei die Norm der prozessorientierte Ansatz für die Entwicklung, Verwirklichung und Verbesserung der Wirksamkeit eines Qualitätsmanagementsystems ist. 2. Elemente der Kundenzufriedenheit Dabei wird die Kundenzufriedenheit als die Wahrnehmung des Kunden zu dem Grad, in dem seine An­forderungen erfüllt worden sind, definiert. Leistungen sollen dabei im Sinne des Kunden erstellt wer­den. Die Qualität produziert Zufriedenheit. Folgende Kategorien können Massstab für die Messung der Kundenzufriedenheit sein: · Generell: Absicht, ein Produkt erneut zu kaufen oder ein Geschäft erneut zu besuchen. · Unternehmensanmutung: Gebäude, Räume, Grundstück, Erscheinungsbild des Personals, techni­sche Ausstattung · Verlässlichkeit: >>> Kundenzufriedenheit



11. 08. 2019

Umlaufvermögen - (current assets) Die kurz- und mittelfristigen Vermögensgegenstände eines Unternehmens werden im Umlaufvermögen erfasst. Kassenbestand, Bankguthaben, Forderungen und Vorräte werden im Umlaufvermögen bilanziert.   besteht aus solchen Vermögensteilen der Unternehmung, >>> Umlaufvermögen


Eventmarketing - 1. Marketing durch Events Unter Marketing durch   Events oder auch Eventmarketing versteht man die Einbindung von Events als Kommunikationsinstrument in die gesamte Unternehmens- oder Markenkommunikation. Die Beg­riffe Eventmarketing und  Sponsoring überschneiden sich dabei. Eventmarketing steht in Zusam­menhang mit Events, die zum Ziel der Markenkommunikation kreiert werden. Der Begriff Sponsoring wird bei Events genutzt, die ohnehin (d.h. i.d.R. auch ohne den Sponsor) geplant sind bzw. stattfinden. Das bedeutet, dass die im Sinne des Eventmarketings entstehenden Events näher an der Marke sind, die kommuniziert werden soll bzw. dichter an der gemeinten Zielgruppe sind, da sie genau zu diesem Zweck entwickelt werden. Den besonderen Charakter von Events nutzen Markenartikelunternehmen vor dem Hintergrund der Kommunikations- und Informationsflut, durch die es immer schwerer und teurer wird, Verbraucher über klassische Medien zu erreichen. Hinzu kommen die hohe Austauschbarkeit der Produkte, eine Marktsättigung oder auch zunehmende Werberestriktionen. Die zu erreichenden Verbraucher tendieren zu immer mehr Freizeit- und Erlebnisorientierung. Emotionen liegen im Trend. Unternehmen wollen im Rahmen von Events in einem attraktiven, positiven Umfeld eine emotionale Bindung zum Produkt bzw. zur Marke herstellen. Sichtbar wird die zunehmende Bedeutung von Eventmarketing bei der Un­tersuchung der Marketingetats von Unternehmen. Festzustellen ist eine Umschichtung aus klassischen Media-Etats in Sponsoring- und Event-Budgets. 2. Marke Event Zur Zieldefinition gehört die Bestimmung der Veranstaltung, d.h. die Festlegung von Art und Namen. Ein Kriterium für den Erfolg einer Veranstaltung ist, wenn sie bzw. ihr Name zu einer Marke wird. Je nach Umfang und Zielsetzung der Veranstaltung kann und muss es daher ein Ziel sein, eine Veranstal­tung zum Event und zu einer Marke zu machen. Die folgenden Kriterien können eine Marke Event kennzeichnen: Markenname (Marke und  Markenführung), Logo, -Corporate Identity (CI), Image, Botschaft, Positionierung, Bekanntheit, Verfügbarkeit, Veranstalter (Hersteller), Qualität, Bere­chenbarkeit, Zusatznutzen,  Unique Selling Proposition (USP) etc. Sinnvollerweise bedeutet der Name auch Inhalt: Ein „Landesturnfest” beschreibt den Inhalt der Veran­staltung. Eine Love Parade weniger, wurde jedoch durch Inhalt, Botschaft und Bekanntheit zur Marke. Die Expo 2000 in Hannover hatte >>> Eventmarketing


Akkreditiv - Anweisung einer Bank an eine andere, im Auftrag ihres Kunden einem Dritten einen bestimmten Geldbetrag unter bestimmten Bedingungen auszuzahlen. Vor allem im Außenhandel gebräuchliche Zahlungsform. Die Auszahlung erfolgt nur nach Legitimationsprüfung (Bar-Akkreditiv) oder gegen Aushändigung der vom Auftraggeber gewünschten Dokumente (Dokumenten-Akkreditiv). Remboursgeschäft. siehe  Dokumentenakkreditiv (mit Literaturangaben). im Exportgeschäft als Sicherheit für den Lie­feranten gebräuchliche Anweisung des Käu­fers an eine Zahlstelle (meistens Bank), den Fakturenbetrag oder einen Teil davon an den Lieferanten, gewöhnlich gegen Warendo­kumente (Konossement, Fakturen, Ver­sicherungspolicen; Dokumente im in­ternationalen Warenverkehr), zu zahlen. Akkreditive können >>> Akkreditiv



10. 08. 2019

Marketing-Controlling - Als Führungssystem der Gesamtunternehmung hat das Controlling breiten Eingang in die Unternehmenspraxis gefunden. Dem Marketing-Controlling wird dabei innerhalb des Aufgabenspektrums der Unternehmensführung ein besonderer Stellenwert zugemessen. Dies ist zum einen auf die spezifischen Besonderheiten des Marketing-Controlling, insbesondere die Notwendigkeit zur Kombination der Daten aller betrieblichen Teilbereiche mit unternehmensexternen Informationen, zurückzuführen. Zum anderen werden an der Schnittstelle zwischen Unternehmung und Markt häufig Planrevisionen erforderlich, wobei Soll-Ist-Vergleichen, Abweichungsanalysen sowie der Konzeption von Anpassungsmaßnahmen eine entscheidende Bedeutung zukommt. Die Konzeption des Marketing-Controlling wird dabei auf zwei unterschiedlichen Ebenen diskutiert. Es ist zu unterscheiden zwischen einem Marketing-Controlling im funktionalen und im institutionalen Sinne. Funktional gesehen stellt Marketing-Controlling eine Phase im Marketing-Entscheidungs-prozeß dar. Die planungs- und kontrollbezogenen Aufgaben des Marketing-Controlling stellen damit grundsätzliche Funktionen im Verantwortungsbereich des Marketing-Management dar. Marketing-Controlling im institutionalen Sinne ist demgegenüber die organisatorische Verselbständigung dieser Funktionen in der Person eines Marketing-Controllers. Mit der Schaffung einer solchen Position ist zugleich die Problematik einer sinnvollen Aufgabenverteilung zwischen Marketing-Managern und (Marketing-)Controllern verbunden. Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des funktionalen Anspruchsspektrums hat das strategische Marketing-Controlling eine Reihe von Aufgaben zu übernehmen. Dies beginnt im Rahmen der Planungsfunktion mit der Erfassung, Aufbereitung und Zusammenfassung der Bewertungsergebnisse für jede strategische Geschäftseinheit und Darstellung ihrer Position im Gesamtportfolio der Unternehmung. Darüber hinaus ist im Hinblick auf die Steuerungs- und Kontrollfunktion insbesondere die Unterstützung und Beratung der Funktionsspezialisten im Marketing-Bereich zu nennen. Dem Marketing- >>> Marketing-Controlling


Zins - Preis für die zeitweilige Überlassung von Geld oder Kapital. Allgemein kann der Z. als Preis für die zeitweise Überlassung von Kapital definiert werden. Je nachdem, unter welchem Aspekt der Z. betrachtet wird, kann man verschiedene Z.-begriffe unterscheiden. Fristigkeit: kurzfristiger Z. und langfristiger Z. Anlageart: Geldz., Z. für Tagesgelder, Wochengelder, Monatsgelder, Ultimogelder, Kreditz., Z. für Wechselkredit (Diskont), Darlehensz., >>> Zins


Bilanzänderungen - (changes in balance sheet) Bilanzänderung bedeutet, einen richtigen Bilanzansatz durch einen anderen zu ersetzen. Eine Bilanzänderung kann vorgenommen werden, wenn handelsrechtlich oder steuerrechtlich ein Bilanzierungs- oder Bewertungswahlrecht >>> Bilanzänderungen



09. 08. 2019

Gemeinkosten - Bankkostenarten, die im Rahmen der Kostenstellenrechnung und der Stückkalkulation - anders als die Einzelkosten - nicht unmittelbar oder direkt Hauptkostenstellen (Leistungsabteilungen der Bank) oder Kostenträgern (einzelne Bankleistungen), zugerechnet werden können, weil sie die einzelnen Kalkulationsobjekte sehr unterschiedlich und ungleichmässig beanspruchen. Vielmehr muss eine Umlage dieser Kosten auf die Kostenstellen oder Kostenträger nach einem plausiblen, sinnvollen Verteilungsschlüssel erfolgen (Kosten- und Erlöszurechnung). Gerade in Banken ist der Anteil der Gemeinkosren an den Gesamtkosten hoch, sodass Kostenschlüsselungen stets fragwürdig >>> Gemeinkosten


Stammkapital - (capital stock) Gezeichnetes Kapital der GmbH Nominalkapital >>> Stammkapital


Werbebudgetierung - (1) Aufgaben: Werbebudgetierung umfasst drei Teilaufgaben: die Bestimmung des Werbebudget-Umfangs (Werbebudget) sowie seine sachliche und zeitliche Aufteilung auf die verschiedenen   Werbeträger. Damit werden wichtige Planungs- und Kontrollgrössen für Werbeaktivitäten fixiert. Die Optimierung der Werbebudgetierung verlangt eigentlich eine simultane Lösung der Teilaufgaben, weil diese nicht unabhängig sind, sondern sich wechselseitig beeinflussen. Es gibt hierzu auch theore­tisch Lösungen, die aber nicht praktikabel sind. In der Praxis wird daher sukzessiv entschieden. Zu­nächst wird der Umfang des Werbebudgets bestimmt, dann erfolgen die sachliche und zeitliche Vertei­lung der Mittel. (2) Methoden: Zur genauen Bestimmung des Werbebudget-Umfangs müsste der Zusammenhang zwi­schen den Werbeausgaben und den Werbezielen bekannt sein, d.h. die Werbewirkungsfunktion. Dieser Zusammenhang kann aber nur unter bestimmten Rahmenbedingungen und mit erheblichem Aufwand errechnet werden. In der Praxis sind daher heuristische Verfahren verbreitet, z.B. durch Orientierung am Umsatz (Prozentsatz vom Umsatz), an der Konkurrenz oder an der Verkaufseinheit (jeder Ver­kaufseinheit wird ein tragbarer Betrag für Werbezwecke zugewiesen). Die sachliche und zeitliche Aufteilung des Werbebudgets werden durch Kosten-Nutzen-Analysen so­wie durch operative und strategische Zielsetzungen beeinflusst. Siehe auch  Werbung und  Medienökonomie (jeweils mit Literaturangaben). Unter Werbebudget versteht man die im Rahmen der Werbeplanung festgelegte Gesamtheit aller veranschlagten Werbeaus­gaben für eine Planperiode. Der Budgetie­rungsprozeß umfaßt dabei drei interdepen- dente Teilentscheidungen: Bestimmung der Budgethöhe, Sachliche Verteilung des Werbebudgets, Zeitliche Verteilung des Werbebudgets (Werbedosierung). ad (1): Budgethöhe: Grundsätzlich muss sich die Höhe des not­wendigen Werbebudgets an den Werbe­zielen orientieren: Die gesetzten Ziele sollen mit geringstmöglichen Kosten erreicht wer­den. Folgende Faktoren beeinflussen daher die Budgethöhe: Welche Werbeobjekte (in welcher Pha­se des Lebenszyklus) sollen beworben werden? Welche Zielgruppen (mit welchen Merkmalen) sollen umworben werden? Welche Werbemittel (welche Gestal­tung bezüglich Größe, Farbe usw.) sind zur Zielerreichung notwendig ? Welche Werbeträger, wieviele Ein­schaltungen erscheinen zweckmäßig? Der Werbeetat muss auch mit den Budgets der übrigen Marketinginstrumente abge­stimmt werden (Budgetierung, Marketing-Mix). Zusätzlich sind die finanzielle Si­tuation des Unternehmens und Maßnahmen der Konkurrenten als Restriktionen zu be­rücksichtigen. Die Schwierigkeit einer Budgeterstellung unter ökonomischen Gesichtspunkten liegt v. a. darin, den Zusammenhang zwischen der Höhe der Werbeausgaben und der j eweiligen Wirkung auf den Umsatz zu bestimmen, d. h. exakte Werbewirkungsfunktionen fest­zustellen. Die Praxis behilft sich deshalb mit einfacheren und finanzielle Risiken vermei­denden Heuristiken: Bei der Umsatz- bzw. Gewinnanteilme­thode werden die Werbekosten als Pro­zentsatz vom vergangenen oder erwarte­ten Umsatz bzw. Gewinn geplant. Nach der Methode der Werbekosten je Verkaufseinheit wird jeder Produktein­heit ein bestimmter, kalkulatorisch trag­barer Betrag für Werbezwecke zugewie­sen. Bei der „All you can afford“ - Methode wird der Werbeetat anhand der finanziel­len Tragbarkeit, d. h. der vorhandenen fi­nanziellen Mittel, festgelegt. Mit diesen Verfahren ist es freilich nicht möglich, den Umsatz oder Gewinn durch Werbung gezielt zu beeinflussen, weil gerade diese Größen (direkt oder indirekt über die verfügbaren Mittel) die Höhe des Werbe­budgets bestimmen. Der (erhoffte) sachlogi- sche Zusammenhang, dass die Höhe des Um­satzes von den Werbeausgaben abhängt, wird damit umgekehrt. Andererseits zeigt sich in der Realität gerade in umsatzstarken Zeiten eine besondere Werberesonanz, weil dann viele potentiellen Kunden in der kauf­vorbereitenden Phase angetroffen werden. Insofern sind die umsatzbezogenen Verfah­ren v. a. zur zeitlichen Dosierung der Wer­bung (s.u.) durchaus logisch und ökono­misch. Bei der Konkurrenz-Paritäts-Methode ist die Gepflogenheit der Konkurrenten Aus­gangspunkt für die Bestimmung des Wer­bebudgets. Die Orientierung erfolgt meist an einem durchschnittlichen branchenüb­lichen Wert aus der Vergangenheit oder am sog.Share of voice (SoV), d.h. dem bisher gehaltenen eigenen Anteil an den statistisch ermittelbaren Werbeausgaben (meist den Mediaausgaben) aller Wettbe­werber am Markt. Im allgemeinen korre­liert dabei der SoV mit dem Marktanteil, so dass dieser zusammen mit den geschätz­ten Werbeetats einer Branche als Anhalts­punkt für die Budgethöhe herangezogen werden kann. Damit verbinden sich bei diesem Verfahren konkurrenzpolitische und zielbezogene Aspekte, weil bei Be­kanntheit der Marktanteils-SoV-Funktion abgeschätzt werden kann, welcher Werbeaufwand zur Erhöhung des Markt­anteils erforderlich ist (vgl. Abb.). Werbezielabhängige Methoden richten sich streng an der jeweiligen Aufgabe aus und versuchen, das vorgegebene Werbe­ziel mit geringstmöglichen Kosten zu er­reichen. Dazu sind drei Schritte notwendig: Das Werbeziel ist operational (meßbar) festzulegen, die Instrumente (Werbemittel, -träger) müssen zur Zielerreichung möglichst ein­deutigbestimmtwerden und deren Kosten sind zu bestimmen und zum W erbebudget aufzusummieren. Dieses Verfahren entspricht am ehesten den theoretischen und praktischen Anforderun­gen: Das W erbebudget wird aufgrund der ge­setzten Kommunikationsziele bestimmt. Dabei können die Stellung des Produktes auf dem Markt sowie die Position im Lebenszy­klus berücksichtigt werden. Über die erwähnten Verfahren hinaus exi­stieren theoretische Lösungsansätze: Der marginalanalytische Ansatz beruht auf dem Ziel, den Gewinn zu maximieren. Eine Unternehmung muss >>> Werbebudgetierung