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Das Wirtschaftslexikon

 

Wir bieten Ihnen hier ein einfach gehaltenes Wirtschaftslexikon an, welches jedoch durch umfassende und professionelle Informationen in dieser Form im Internet ein Novum darstellt.

Tausende Fachbegriffe aus der Welt der Wirtschaftswissenschaften sind hier auf engstem Raum kondensiert und von überall erreichbar: Betriebswirtschaft einfach erklärt, Kostenrechnung im Zusammenhang dargestellt, wissenschaftliche Begriffe im Kontext zu ähnlichen Begriffen erläutert.

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Unsere neuesten Artikel sind :


19. 10. 2021

Beteiligung - (participation) Beteiligungen sind Anteile an einem anderen Unternehmen, die in der Absicht gehalten werden, eine dauerhafte geschäftliche Beziehung zu der betreffenden Gesellschaft herzustellen. 1. Anteil eines einzelnen oder einer Unternehmung (Betrieb, I.) am Kapital einer Kapital - oder Personengesellschaft (Kapital-Beteiligung), der mit Rechten (Möglichkeit zur Einflußnahme auf Unternehmenspolitik, Anspruch auf Anteil am Bilanzgewinn und am Liquidationserlös (Liquidation , Erlös) bei Auflösung der Gesellschaft) und Pflichten (Haftung für Bilanzverluste) verbunden ist. Wird durch Eintritt als Gesellschafter in offene >>> Beteiligung


Transaktionskostentheorie - Teil der Forschungsansätze der Neuen   Institutionenökonomie. Ziel ist die Erklärung von Struktur, Wandel und Verhaltenswirkungen von Institutionen. Institutionen bilden den Rahmen, in dem die öko­nomischen Austauschprozesse vollzogen werden. Beispiele für ökonomische Institutionen sind Märkte, Organisationen und Rechtsnormen. Die Transaktionskostentheorie sucht zu erklären, warum bestimmte Transaktionen in bestimmten institutionellen >>> Transaktionskostentheorie


Beobachtung - In der Wirtschaftssoziologie: [1] allgemein: mehr oder weniger gezielte Wahrnehmung von Sachverhalten und Vorgängen. In diesem Sinn kann systematisierte Beobachtung als Bezeichnung für alle Arten empirischer Forschung dienen. [2] In Absetzung zu experimentellen Vorgehensweisen werden als Beobachtung auch nur solche Erhebungsverfahren bezeichnet, bei denen sich der Forscher gegenüber seinem Untersuchungsgegenstand rein passiv registrierend verhält. [3] a) Beobachtung wird im Kontext soziologisch-systemtheoretischer Argumentationen a) als Operation verstanden, die auf der Grundlage einer Unterscheidung eine Bezeichnung setzt und damit Information erzeugt. Beobachtung erzeugt nach dieser Definition eine Zwei-Seiten-Form, die dem Mechanismus der Überschussproduktion und Selektion folgt, weil sie immer nur die eine Seite einer Unterscheidung bezeichnen kann, andererseits aber beide Seiten gleichzeitig gegeben sind. Welche Unterscheidung von einem beobachtenden System verwendet wird, ist dabei vom System abhängig. b) B.en sind immer Operationen empirischer Systeme. Soziale Systeme sind in diesem Sinne beobachtungsfähig, wenn sie Unterscheidungen verwenden, wobei schon bei basalen Operationen der Kommunikation B.en (anhand der Differenz Information/Mitteilung) konstitutiv sind. c) B.en sind für sich selbst nicht beobachtbar, sondern nur durch eine andere B., die eine erste Beobachtung von etwas unterscheiden kann. Dies leistet eine Beobachtung zweiter Ordnung (B. der B.). ist die zielgerichtete Erfassung von sinnlich wahrnehmbaren Sachverhalten im Augenblick ihres Auf-tretens durch Personen und/oder technische Hilfsmittel. Gegenstände der Beobachtung in der   Markt-forschung sind Bestände (z.B. Absatzmengen), Verhaltensweisen (z.B. Kauf oder Nichtkauf) und Ei-genschaften (z.B. äusserlich wahrnehmbare Eigenschaften von Konsumenten). Siehe auch   Marktfor-schungsmethoden (mit Literaturangaben). Erhebungsmethode der Primärforschung zur planmäßigen Erfassung (Registrierung) wahrnehmbarer Sachverhalte oder Vorgänge durch Personen bzw. Geräte. Der Vorzug ei­niger Beobachtungsmethoden gegenüber der Befragung von Personen besteht da­rin, dass man nicht auf die Mitarbeit der Aus­kunftspersonen angewiesen ist. Daneben las­sen sich durch Einsatz technischer Geräte bestimmte Sachverhalte mit größerer Genau­igkeit erfassen (z.B. Registrierung von Abverkäufen durch Scanner, Blick­registrierung bei Betrachtung von Werbe­anzeigen, apparative Zuschauerforschung wie Telerim etc.). Beobachtungsmethoden werden anhand des Standardisierungsgrades, nach dem Bewusst­seinsgrad des Beobachteten, nach der Teil­nahme des Beobachters und der Beobach­tungsform untergliedert. Der Standardisierungsgrad von Beobach­tungen reicht von den Extremen der völlig standardisierten bis zur nichtstandardisier- ten Beobachtung. Im einen Falle liegt ein prä­zises Beobachtungsschema vor, in dem alle Beobachtungskategorien aufgeführt sind. Erfaßt werden nur Sachverhalte, die in die angegebenen Beobachtungskategorien fal­len. Diese Beobachtungsform eignet sich nur für relativ einheitliche, leicht überschaubare Vorgänge, schränkt aber andererseits den Beobachtereinfluß bei der Erfassung und Kodierung der relevanten Tatbestände ein. Demgegenüber >>> Beobachtung



18. 10. 2021

WTO - Abkürzung für Welthandelsorganisation, World Trade Organization. Trat als neue multilaterale Institution 1995 an die Stelle des GATT. Nach weitgehender Liberalisierung der Warenmörkte ist durch den Vertrag für Finanzdienstkismngen der rechliche Rahmen für Liberalisierungen im Bereich der Finanzdienstleistungen geschaffen worden. Das Abkommen sieht u. a. erleichterten Zugang von Banken, Kapitalanlagegesellschaften und Versicherungen zu den jeweiligen Finanzdienstleistungsmörkten der Mitgliedstaaten der WTO vor. Es regelt u. a. Fragen der zulössigen Höhe der Beteiligungen an auslöndischen Unternehmen und die Zahl möglicher Bankniederlassungen. Abk. für World Trade Organization; aus dem  GATT 1995 hervorgegangene Institution zur Öffnung der Märkte und Steigerung des Welthandels mit Sitz in Genf. Internetadresse: www.wto.org >>> WTO


Kapitalmarkt - Im engeren Sinne Sammelbegriff für das Angebot von und die Nachfrage nach Wertpapieren. Im weiteren Sinne: Markt für jede Art von mittel- und langfristig zur Verfügung gestellten Geldmitteln. Unter dem Kapitalmarkt versteht man den Teilmarkt des Finanzmarktes, auf dem eine längerfristige Kapitalanlage und -aufnahme, der Handel mit Wertpapieren sowie ein Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage für Finanzierungstitel erfolgt. Man unterscheidet den organisierten Kapitalmarkt der Banken und Börsen und den nichtorganisierten Kapitalmarkt, der ohne Mitwirkung der Banken und Börsen abläuft, z.B. über Annoncen, private Vermittler und Geldverleiher. Der organisierte Teil des Kapitalmarktes, im speziellen der >>> Kapitalmarkt


Markttransparenz - In der Wirtschaftssoziologie: ein Merkmal des vollkommenen Marktes. Marktformen bezeichnet den Grad der Informiertheit von Wirtschaftssubjekten über relevante Aspek­te der Marktstruktur und der Marktprozes­se. Ein hohes Maß an Markttransparenz ver­mindert das Risiko von Fehlentscheidungen und ermöglicht den Marktteilnehmern ratio­nales und flexibles Agieren und Reagieren, weshalb es zu den Oberzielen der Ver­braucherpolitik zählt. Nachfrager sind v. a. an Informationen über die Struktur des Angebots (Mengen, Preise, Qualitäten sowie zeitliche und räumliche Aspekte der Beschaffungsbedingungen) in­teressiert (Preistransparenz), während für Anbieter Transparenz bezüglich Zahl, Handlungspotential und Vernähen aller Marktteilnehmer (Konkurrenten, Absatz­mittler, Kunden) von Bedeutung ist. Herstel­ler- und Handelsunternehmen setzen Me­thoden der Marktforschung ein, um ihre Marktübersicht und damit ihre Entschei­dungsgrundlage zu verbessern. Von vollständiger Markttransparenz spricht man, wenn alle Wirtschaftssubjekte über alle wesentlichen Marktinformationen verfügen. Die vollständige Markttransparenz geht als Prämisse in volkswirtschaftliche Modellbe­trachtungen zum vollkommenen >>> Markttransparenz



17. 10. 2021

Plankostenrechnung - Teil des internen Rechnungswesens der Bank. Planung der Kosten von Bankabteilungen und -leistungsarten als Plan- oder Standardkosten, um die Wirtschaftlichkeit des Arbeitens Ersterer bzw. die Selbstkosten Letzterer möglichst exakt zu planen. Diese werden als Sollkosten vorgegeben. In der späteren Kontrollphase werden die Abweichungen der Plan- von den Istkosten >>> Plankostenrechnung


Kalkulationsverfahren - Die Praxis wendet für die auf Kosten beru­hende Preiskalkulation sehr unterschied­liche Kalkulationsverfahren an, die in der Abbildung im Überblick dargestellt sind. Der Einsatz eines Verfahrens hängt dabei u.         a. von der Anzahl der zu kalkulierenden Produktarten, der Anzahl der Funktionsbe­reiche und Fertigungsstufen, dem Auf- und Ausbau der Kostenstellenrechnung, davon, ob eine Trennung von Kostenträgereinzel­kosten und Kostenträgergemeinkosten exi­stiert, und von der Art und Weise der Ver­rechnung bzw. der Verteilung der Kosten auf unterschiedliche Produktarten ab. Das den unterschiedlichen Formen Act Divi­sionskalkulation immanente Grundprinzip sieht vor, dass die während einer Abrech­nungsperiode angefallenen und für diesen Zeitraum erfaßten Gesamtkosten eines Ein- produktunternehmens durch die innerhalb dieser Periode insgesamt ausgebrachte Men­ge (Leistung) dividiert werden. Auf diese Weise werden Periodenkosten direkt in Stückkosten umgerechnet, ohne dass es einer zwischengeschalteten Auftrags- oder Serien­abrechnung bedarf. Prinzipiell sieht die Divi­sionskalkulation keine Trennung zwischen Kostenträgereinzelkosten und Kostenträ­gergemeinkosten vor. Im Gegensatz zu dieser als einfache Divi­sionskalkulation zu bezeichnenden Variante wird die mehrfache Divisionskalkulation in Mehrproduktunternehmen angewendet. Dabei werden für verschiedene gleichartige Abrechnungsbereiche parallel mehrere Divi­sionskalkulationen durchgeführt. Schwie­rigkeiten treten dabei dann auf, wenn Ver­waltungskosten und andere Kosten, die für die parallel eingerichteten Produktionslinien gemeinsam anfallen, den Abrechnungsberei­chen anteilig anzurcchnen sind. Diese Aufga­be übersteigt das methodische Leistungsver­mögen der Divisionskalkulation. Weiterhin sind die einstufige und die mehr­stufige Divisionskalkulation zu unterschei­den. Letztere berücksichtigt Lagerbestände, die sich durch unterschiedliche Beschaf- fungs-, Produktions- und Absatzmengen ergeben. Die Anwendung des Verfahrens zwingt jedoch zumindest zu einer rudi­mentären Kostenstellenbildung, die die Vor- aussetzung dafür ist, dass die Kosten für die einzelnen separat abzurechnenden Unter­nehmensbereiche getrennt erfaßt werden. Somit können für die Bereiche Beschaffung, Fertigung und Vertrieb getrennte Divisions­kalkulationen durchgeführt werden, wo­durch die in diesen Bereichen angefallenen Kosten pro Mengeneinheit bestimmt werden können. Eine gesonderte Bestandsführung muss die Mengendifferenzen zwischen Be­schaffung-, Produktions- und Absatzbe­reichfesthalten. Eine andere Unterscheidung der Verfahren der Divisionskalkulation setzt an der Be­handlung einzelner Kostenarten(gruppen) an. Die als Veredelungskalkulation zu be­zeichnende Variante bestimmt die Kosten des Rohstoffeinsatzes unmittelbar für das absatzfähige Endprodukt. In den fertigungs­stufenbezogenen Divisionskalkulationen gehen demzufolge nur die Kosten der Beund Verarbeitung als Fertigungskosten ein. Ist jedoch der Rohstoffeinsatz für ein End­produkt aufgrund von unvorhersehbaren und nicht abzuschätzenden Mehr- oder Min- derverbräuchen nicht ermittelbar, können im Wege einer summarischen Divisionskal­kulation, die auf eine getrennte Behandlung einzelner Kostenarten verzichtet, die Stück­kosten mittels Division der Gesamtkosten eines Abrechnungsbereiches durch die aus­gebrachte Menge ermittelt werden. Die Äquivalenzziffernrechnung als weiteres Kalkulationsverfahren ist zwar im Gegen­satz zur Divisionskalkulation explizit auf Betriebe der Mehrproduktfertigung ausge­richtet, aufgrund der Gemeinsamkeiten bei­der Verfahren wird sie aber mitunter auch als Variante >>> Kalkulationsverfahren


Stille Gesellschaft - Beteiligung eines Dritten mit einer Einlage an einem Handelsgewerbe, ohne dass der Dritte nach außen in Erscheinung tritt. Der stille Gesellschafter haftet nur mit seiner Einlage. ist keine juristische Person, sondern eine Personengemeinschaft, bei der sich jemand (stiller Teilhaber) an dem Handelsgewerbe eines Kaufmanns mit einer Einlage beteiligt. >>> Stille Gesellschaft



16. 10. 2021

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) - siehe  Kartellrecht. siehe unter Kartellgesetz vom 27.7.1957, mit 5. Novelle, die seit 1.1.1990 in Kraft ist, schützt den funktionsfähigen Wettbewerb, indem es Wettbewerbsfreiheit sichern soll. Seine Schwerpunkte sind: 1. ein generelles Kartellverbot (Kartell), wobei bestimmte Wirtschaftsbereiche (Land- und Forstwirtschaft, Verkehr, Kohle und Stahl, Versorgung mit Strom, Gas und Wasser, Kreditgewerbe, Versicherungswirtschaft) davon ausgenommen und bestimmte Kartellformen (Konditionen-, Rabatt-, Normen- und Typen-, Rationalisierungs-, Spezialisierungs-, Kooperations-, Strukturkrisen-, Export- und Importkartell) anmelde- bzw. zulassungspflichtig sind. 2. Mißbrauchsaufsicht >>> Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)


Leistung - In der Wirtschaftssoziologie: Performance, achievement, der Prozess des Leistens bzw. das Ergebnis in einer bestimmten Tätigkeit, z.B. beim Autofahren, Aufsatzschreiben. >>> Leistung


Skonto - Prozentsatz, der bei sofortiger Bezahlung oder bei Zahlung innerhalb eines vereinbarten Zeitraums vom Rechnungsbetrag abgezogen werden kann. Unter Skonto ist ein Preisnachlass zu verstehen, der bei frühzeitiger Zahlung der Rechnung gewährt wird. Skonto wird in der Regel für die ersten zwei Wochen ab dem >>> Skonto



15. 10. 2021

Umsatzrendite - (return on sales) Umsatzrendite ist die Beziehung von Jahresüberschuss zu Umsatzerlösen und wird in Prozent angegeben. Der Zielkonflikt zwischen Investorinteressen und Gläubigerschutz >>> Umsatzrendite


Währungsreserven - Die Währungsreserven eines Landes sind die international verwendbaren liquiden (= flüssigen) Mittel, über die die Notenbank verfügt. Zu den Währungsreserven werden vor allem gerechnet: >>> Währungsreserven


Leitbild - In der Wirtschaftssoziologie: Leitvorstellung, auch: Leitidee, insbesondere in der deutschen Soziologie der 1950er Jahre gebräuchliche Bezeichnung für Komplexe normativer Vorstellungen über die erstrebenswerte >>> Leitbild



14. 10. 2021

Rückstellungen - (accruals, provisions) Höhe und Zeitpunkt der Fälligkeit sind bei den "echten" Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bekannt. Bei den Rückstellungen stehen aber die genaue Höhe und der Fälligkeitstermin am Bilanzstichtag noch nicht fest. Rückstellungen sind deshalb zu schätzen. Diese Ungewissheit über Höhe und Zeitpunkt der Fälligkeit unterscheidet sie von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten im Rahmen der Rechnungsabgrenzung am Jahresende. Die Bildung von Rückstellungen führt zu einem Aufwand in dem betreffenden Jahr. Das passive Bestandskonto "Rückstellungen" und ein Aufwandskonto sind betroffen. Der Aufwand wird der Periode zugerechnet, in der er entstanden ist. Rückstellungen dienen der periodengerechten Erfolgsermittlung. Die vernünftige kaufmännische Beurteilung der Risiken soll für die Höhe der Rückstellungen Maßstab sein (§ 253 Abs.1 HGB). Während man in kleinen Unternehmen ein allgemeines Rückstellungskonto für alle anfallenden Fälle verwendet, erfolgt bei größeren Unternehmen eine genaue Bezeichnung, z.B. Rückstellungen für unterlassene Reparaturen. Rückstellungen werden gebildet für: schwebende Prozesse Garantieverpflichtungen Steuernachzahlungen unterlassene Reparaturen Pensionsverpflichtungen In den Bilanzen Ausweisform für Verbindlichkeiten, deren Höhe ungewiss ist und sich nicht genau errechnen läßt, z. B. Rückstellungen für Pensionen. 1. Rückstellungsbegriff Führen Aufwendungen der laufenden Periode, die hinsichtlich ihrer Höhe und ihres Fälligkeitszeit­punktes ungewiss sind, erst in einer späteren Periode zu Auszahlungen (oder Ausgaben), so sind die späteren Auszahlungen als Rückstellung zu passivieren und die korrespondierenden Aufwendungen er­folgswirksam zu erfassen. Rückstellungen haben daher die Aufgabe, Aufwendungen periodengerecht abzubilden. Für die Bildung einer Rückstellung kommt es aus betriebswirtschaftlicher Sicht nicht auf das Vorliegen einer rechtlichen Verpflichtung an, sondern auf eine wahrscheinliche Auszahlung (Nut­zenabfluss) in einer späteren Periode, die wirtschaftlich in der laufenden Periode begründet ist. Der wahrscheinliche Mittelabfluss kann dabei entweder seine Ursache in Forderungen haben, die zukünftig an das Unternehmen gestellt werden, oder in erkennbaren, zukünftigen negativen Erfolgsbeiträgen. Rückstellungen sind so lange zu bilanzieren, wie ein Nutzenabfluss droht. 2. Rückstellungen nach HGB, IFRS, US-GAAP >>> Rückstellungen


Rendite - Gesamterfolg einer Kapitalanlage, gemessen als tatsächliche Verzinsung (Effektivverzinsung) des eingesetzten Kapitals. Bei festverzinslichen Wertpapieren >>> Rendite


Goldwährung - Auch Goldstandard; Währungssystem, in dem die Währungseinheit an einen bestimmten Goldbetrag gebunden ist. Verschiedene Spielarten werden unterschieden: - Bei der Goldumlaufswährung sind >>> Goldwährung



13. 10. 2021

Insider - Personen, die wegen ihrer Stellung in einem Unternehmen einen Informationsvorsprung haben. Dessen Ausnutzung zum eigenen Vorteil und damit zum Nachteil anderer (insbesondere im Wertpapierhandel) >>> Insider


Rembourskredit - Der Rembourskredit ist eine Sonderform des Akzeptkredits im Außenhandel auf der Grundlage eines Dokumentenackreditivs (Akkreditiv). Der R. dient vor allem der Finanzierung von Importgeschäften. Normalerweise zieht der Exporteur auf den Importeur einen Wechsel , den der Exporteur (nach Akzeptierung durch den Importeur) bei seiner Bank zum Diskont einreicht. Die Bank des Exporteurs >>> Rembourskredit


Umweltmanagement - 1. Charakterisierung Umweltmanagement (andere Bezeichnungen: environmental management, eco-management,   Öko­management,   betriebliches Umweltmanagement) berücksichtigt bei der Planung, Durchsetzung und Kontrolle der Unternehmensaktivitäten in allen Bereichen Umweltschutzziele zur Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen und zur langfristigen Sicherung der Unternehmensziele. Es ist jener Teil des gesamten Managementsystems, der die Organisationsstruktur, Planungstätigkeiten, Ver­haltensweisen, Vorgehensweisen, Verfahren und Mittel für die Festlegung, Durchführung, Verwirkli­chung, Überprüfung und Fortführung der  betrieblichen Umweltpolitik betrifft. 2. Merkmale Merkmale von Umweltmanagement sind: (1) Mehrdimensionale Zielausrichtung, d.h. keine ad hoc- und keine punktuellen Umweltschutz-Einzelmassnahmen, sondern aufbauend auf einer Analyse des Unternehmens ein systematisch ge­plantes, systematisch umgesetztes und kontrolliertes Umweltschutzverhalten zur Vermeidung von Umweltbelastungen als ein Unternehmensziel im Kontext der gesellschaftlichen, umweltbezoge­nen und ökonomisch-wettbewerblichen Anforderungen an das Unternehmen. Die Analyse der ge­samten Umweltauswirkungen des Unternehmens erfolgt dabei auf Basis einer interdisziplinären Erfassung und Bewertung der Stoff- und Energieströme in den Vorstadien der Produktion, der ei­gentlichen Produktionsphase, der Konsumphase und der Phase der Kreislaufschliessung. (2) Funktionsübergreifender Charakter, d.h. alle betrieblichen Funktionen, z.B. Beschaffung, Produk­tion, Absatz etc., werden in die Umweltschutzaktivitäten des Unternehmens einbezogen. Somit er­hält das Umweltmanagement einen prozessorientierten und vernetzten Charakter, möglichst orien­tiert an den betrieblichen Wertschöpfungsprozessen, auf der Basis lernfähiger bzw. evolutionärer organisatorischer Konzepte. Umweltmanagement wird zur Querschnittsfunktion im Unternehmen. (3) Unternehmensübergreifender Charakter, d.h. es sollen vertikale Allianzen mit vor- und nachgela­gerten Unternehmen und branchenbezogene, kooperative horizontale Allianzen angestrebt werden, um Umweltschutz zu ermöglichen. (4) Proaktives Verhalten, d.h. Umweltmanagement reagiert nicht auf vorgegebene Randbedingungen (z.B.   Umweltrecht, Wettbewerber, öffentliche Meinung), sondern entwickelt (innovative) Lö­sungen und setzt diese um, bevor das Umfeld das Unternehmen zum Reagieren zwingt. Umwelt­management bedeutet somit eine langfristige, strategische Ausrichtung des Unternehmens unter gesellschaftlichen, umweltbezogenen und ökonomisch-wettbewerblichen Aspekten. (5) Ausrichtung an den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung, d.h. alle umweltbezogenen Ziele orientieren sich an den Erfordernissen einer  nachhaltigen Entwicklung. 3. Leitbilder Umweltmanagement orientiert sich an folgenden Leitbildern: (1) für den Umgang mit Ressourcen ist ein Wandel zu bewirken, weg von Energieverschwendung hin zu Energieeffizienz, weg von Materialverschwendung einer Durchflusswirtschaft hin zu Material­effizienz und Kreislaufwirtschaft, der Schliessung von technischen und biologischen Kreisläufen, der Materialeffektivität, (2) die bisherige Produktorientierung soll durch eine Funktionsorientierung abgelöst werden, bei der statt des Produktes die Funktion des Produktes als Nutzenstiftung in das Zentrum der Betrachtung und des wirtschaftlichen Handelns rückt, (3) der Verbrauch von Naturkapital soll durch eine nachhaltige Nutzung von Naturkapital abgelöst werden, was z.B. neben der Nutzung von Energieträgern auch für Meere, Wälder und auch für die Flächennutzung gelten soll, (4) für die Gestaltung der Produktionsprozesse, einschliesslich der logistischen Prozesse, soll gelten, dass der nachsorgende Umweltschutz, d.h. der Einsatz additiver Umweltschutztechnik oder sogenannter „End-of-pipe-Umweltschutzmassnahmen”, durch vorsorgenden Umweltschutz in Form ei-nes produktionsintegrierten Umweltschutzes abgelöst wird, (5) für die Entwicklung und Gestaltung der Produkte soll gelten, dass der nachsorgende Umwelt-schutz in Form der Abfalltechnik durch vorsorgenden Umweltschutz in Form eines produktintegrierten Umweltschutzes abgelöst wird;  Öko-Design. >>> Umweltmanagement



12. 10. 2021

Fremdkapital - (borrowed capital, debt) Zum Fremdkapital rechnet man Lieferantenverbindlichkeiten, Bankschulden, Rückstellungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten. Fremdkapital ist die Gesamtsumme der über die Fremdfinanzierung aufgenommenen Geldmittel. Banken, Lieferanten und Dritte stellen diese Geldmittel zur Verfügung. Nach der Fristigkeit ist zwischen kurz­, mittel­ und langfristigem >>> Fremdkapital


Remote Ordering - Unter Remote Ordering werden verschiedene, v.a. durch neue Medien ermöglichte Formen des Ver­sandhandels zusammengefasst, bei der die Angebote an die Kunden mittels Katalog, Prospekt, Anzei­ge, elektronischer Medien oder auch durch Aussendienstmitarbeiter übermittelt werden (Vertriebs­wege, Neuere). Im Remote Ordering kann die Bestellung schriftlich, mündlich bzw. telefonisch erfolgen, aber auch mittels neuerer Bestellformen wie PC-gestützt (e-mail, WWW). Weiterhin sind zukünftige und tech­nisch gestützte Optionen des Remote Ordering hervorzuheben, wie (1) Home Scanning (Handscanner, anhand derer die Kunden durch Einscannen des Barcodes Bestellvorgänge auslösen), (2) Automatic >>> Remote Ordering


Handelsfunktionen - Die Lehre von den Handelsfunktionen wur­de zu Beginn dieses Jahrhunderts entwickelt; v. a. um den jahrhundertealten Vorwurf der „Unproduktivität“ des Handels zu entkräf­ten. Man versucht, die Leistungen des Han­dels als Wahrnehmung gesamtwirtschaftlich notwendiger Funktionen im Prozeß der Gü­terverteilung darzustellen: Einzelne Funk­tionen werden inhaltlich abgegrenzt und zu Katalogen von Handelsfunktionen zusam­mengefaßt. Gleichzeitig wird das Ziel ver­folgt, für einzelne Produkte die Funktionen­erfüllung bei indirektem Absatz durch Zuordnung von anfallenden Kosten und be­wirkten Wertsteigerungen meßbar zu ma­chen. Mit diesen Größen soll die Handels­spanne und v.a. deren produktspezifisch unterschiedliche Höhe mittels ökonomi­scher Fundierung gerechtfertigt werden. Für wissenschaftliche und praktische Zwecke läßt sich die Lehre von den Handelsfunk­tionen nutzen, wenn man sich von den eingangs skizzierten historischen Fragestel­lungen löst und Handelsfunktionen zur Erklärung gesamtwirtschaftlicher Distribu­tionsprozesse sowie zur Fundierung des Beschaffungs- und Absatzmarketing von Han­delsbetrieben heranzieht. Basis bildetdergesamtwirtschaftlicheDistri- butionsprozeß, der aus einem Real- und No­minalgüterstrom sowie einer Vielzahl von Kommunikationsbeziehungen besteht (vgl. Abb. 1). Hier wird - gegenüber der klassi­schen Funktionentheorie - eine Erweiterung der Funktionen und der Untersuchungsob­jekte vorgenommen: Analysiert wird die Funktionenübernahme aller am Distribu­tionsprozeß beteiligten Institutionen zur Abwicklung des Güter- und Geldkreislaufes sowie deren Einschaltung in die Kommuni­kationsprozesse. Handelsbetriebe erbringen dabei vornehmlich immaterielle Leistungen, die darauf gerichtet sind, fremderstellte Sach­leistungen mit eigenerstellten Dienstleistun­gen zu kombinieren und diese gegen Entgelt anzubieten. Handelsbetriebe gewinnen und speichern dabei eine Vielzahl von Daten, die sie teilweise für eigene Zwecke nutzen, teil­weise ihren Marktpartnern - manchmal ge­gen ein gesondertes Entgelt - anbieten. 1. Gesamtwirtschaftliche Interpretation des Begriffs Handelsfunktionen In einer arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung laufen Produktions-, Verbrauchs- und Ver­wertungsprozesse von Waren aus naturbe­dingten technologischen, sozialen und öko­nomischen Gründen nach unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten ab. Ebenso vielgestaltig ist der Ablauf von Geldprozessen, sei es als Entgelt für erworbene Waren bzw. Rechte oder in Anspruch genommene Dienstlei­stungen, sei es der Einzug von Steuern oder Gebühren, letztere etwa für die Abfallver­wertung. Bei der Abwicklung dieser Real- und Nominalgüterprozesse fallen Daten an, die als Informationen zur Steuerung des ge­samtwirtschaftlichen Distributionsprozes­ses dienen. Zwischen Produktion-Ver­brauch-Verwertung bestehen räumliche, zeitliche, quantitative und qualitative Span­nungen, die sich auf alle drei Elemente der Distributionswirtschaft beziehen: Die Han- delsob j ekte (W aren, Dienstleistungen, Rech­te sowie Abfall), die Entgeltobjekte (Zah­lungsmittel sowie Zahlungsansprüche und -Verbindlichkeiten, Steuern, Gebühren) so­wie die Daten/Informationen. Der Ausgleich dieser Spannungen ist Aufga­be der gesamtwirtschaftlichen Distribution (Absatzwirtschaft). Umschrieben wird sie mit der sog. Urfunktion der Distributions­wirtschaft, der in jeder Wirtschaft zu erfül­lenden Ausrichtungs- oder Umgruppie­rungsfunktion (vgl. Abb. 1). Der Spannungs­ausgleich wird bewirkt, indem einerseits das oft nach produktionstechnischen Gesichts­punkten konzipierte Produktangebot >>> Handelsfunktionen



11. 10. 2021

Optionsanleihe - Anleihe mit Zusatzrechten. Der Inhaber hat innerhalb einer festgesetzten Frist ein Recht (Option) auf Bezug von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren in einem bestimmten, vor Ausgabe der Optionsanleihe festgelegten Verhältnis zum Nennwert der Schuldverschreibung.   Anleihe, die neben den üblichen Gläubigerrechten in Form von Zins- und Rückzahlung das Recht gewährt, eine bestimmte Anzahl von Aktien (Stock Warrant Bond) oder Anleihen (Bond Warrant) zu einem bereits bei der   Emission fixierten Kurs und Zeitpunkt zu erwerben. Im Gegensatz zur   Wandelanleihe geht das durch die Anleihe verbriefte Gläubigerrecht bei Aus­übung des Optionsrechts nicht unter, sondern bleibt weiterhin >>> Optionsanleihe


Zahlungsmittel - Alle im Zahlungsverkehrverwendbaren Geldzeichen wie Banknoten und Münzen; zudem geldgleiche Forderungsrechte, Zahlungsmittel B. Wechsel, Scheck >>> Zahlungsmittel


Marktanalyse - Marktforschung Marktanteil Der mengenmäßige (wertmäßige) Marktan­teil ist der Anteil des Absatzes (Umsatzes) ei­ner Unternehmung am Absatz (Umsatz) al­ler Unternehmen der relevanten Branche, d.h. dem Marktvolumen. Der relative Marktanteil >>> Marktanalyse



10. 10. 2021

Clearing - Aufrechnung (Saldierung) der gegenseitigen Forderungen zwischen zwei oder mehreren (bilaterales oder multilaterales Clearing) Wirtschaftseinheiten (Staaten, Kreditinstitute), wobei nur die Spitzenbeträge durch Zahlung oder Kreditierung ausgeglichen werden. >>> Clearing


Kybernetik - In der Wirtschaftssoziologie: Bezeichnung für die wissenschaftliche Beschäftigung mit selbstregulierenden Systemen. Diese Systeme besitzen die Eigenschaft, durch Rückkopplungsvorgänge bestimmte Gleichgewichtszustände gegenüber äusseren Einflüssen aufrecht zu erhalten oder darüber hinaus durch Selbstorganisation ihre Struktur und Anpassungsfähigkeit zu erhöhen, zu lernen, sich zu entwickeln, sich selbst zu reproduzieren. Die Kybernetik übergreift verschiedene Disziplinen, u.a. Biologie, Medizin, Psychologie, Pädagogik, >>> Kybernetik


Werkvertrag - ist ein gegenseitiger Vertrag, durch den sich der Unternehmer zur Herstellung des versprochenen Werks und der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung >>> Werkvertrag