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Das Wirtschaftslexikon

 

Wir bieten Ihnen hier ein einfach gehaltenes Wirtschaftslexikon an, welches jedoch durch umfassende und professionelle Informationen in dieser Form im Internet ein Novum darstellt.

Tausende Fachbegriffe aus der Welt der Wirtschaftswissenschaften sind hier auf engstem Raum kondensiert und von überall erreichbar: Betriebswirtschaft einfach erklärt, Kostenrechnung im Zusammenhang dargestellt, wissenschaftliche Begriffe im Kontext zu ähnlichen Begriffen erläutert.

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26. 02. 2020

Customer Relationship Management (CRM) - 1. Die Definition und die beiden Säulen von CRM Etwa um das Jahr 2000 ist ein Schritt von der konventionellen Vertriebssteuerung ä la   Computer Aided Selling (CAS) hin zum abteilungsübergreifenden CRM vollzogen worden. Initiatoren waren die META Group und internationale Softwarehäuser, die neuartige Datenbanken, Vertriebssteuerungssys­teme und Analysewerkzeuge an kundenstarke Organisationen herantrugen. Es hat lange Zeit gebraucht, um eine Begrifflichkeit für CRM in der Öffentlichkeit zu etablieren. Nach der neueren   CRM-Definition des CRM-Expertenrates “umfasst CRM alle Prozesse vom und zum Kunden mit dem Ziel, eine Balance zwischen Kunden- und Kostenorientierung zu erreichen.” Man kann CRM auch als integriertes Kundenmanagement bezeichnen, sofern wirklich alle kundenorientierten Abläufe von Vertrieb, Marketing und Service aufeinander abgestimmt sind. Tatsächlich aber haben die meisten Unternehmen bis heute erst ihre Abläufe in Innen- und Aussendienst integriert. CRM reduziert sich dann auf Customer Relationship Sales (CRS). Im Sinne von CRM geht es aber auch darum, die Instrumente des Dialogmarketing und des Corporate Publishing (CP) zu integ­rieren (integrierte Kommunikation) und einer ganzheitlichen CRM-Marktstrategie zu unterstellen. Die kommunikative Seite von CRM wird auch als   Customer Relationship Communication (CRC) be­zeichnet. Abbildung 1 zeigt die beiden Säulen von CRM. 2. Die Entwicklungsrichtungen von CRM CRM hat in der Marketing- und Vertriebswelt zu mächtigen Umwälzungen geführt, weil sich unter dem CRM-Begriff (CRM Definitionen) richtungsweisende Trends zusammenfanden: (1) Die Wandlung vom Transaktion- zum Beziehungsmarketing (Relationship Marketing). Im Vi­sier von CRM stehen keine kurzfristigen Verkaufsabschlüsse, sondern vertrauensvolle und lang­fristige Win-Win-Beziehungen zwischen Lieferanten und Kunden. (2) Der Trend zum  Business Process Management (BPM), d.h. zur Optimierung der kundenbezo­genen Abläufe in der Weise, dass Kunden- und Kostenorientierung in eine Balance gebracht wer­den. (3) Der Trend zum Knowledge Management, d.h. zur systematischen Generierung von Kundenwissen, das der Gesamtorganisation für individualisierte Marketing- und Besuchsaktionen zur Verfügung steht. Die Perfektionierung von CRM-Technologien, um für die Erfüllung der Punkte (1) bis (3) die er forderlichen Datenbanken sowie die Steuerungssoftware als Werkzeuge bereit zu stellen. CRM konnte sich ausbreiten, weil das klassische Marketing die Bedeutung dieser Trends unterschätzt hat und auch keine Kompetenzen auf der System- und Prozessseite entwickelt hat. Man kann auch sa­gen, dass erst Dank CRM die grossen Ideale der klassischen Marketingphilosophie in Massenprozesse umgesetzt werden können (Bsp. Payback-Karte: 100 Mio. Transaktionen p.a.). 3. Die Bausteine von CRM Was die aufgezeigten vier Trends schon andeuten, bestätigt der CRM-Expertenrat durch sein House of CRM: CRM beinhaltet weit mehr als Software. Abbildung 2 zeigt das House of CRM (auch 10 Baustei­ne einer CRM-Konzeption). 4. Die Arbeitsbereiche von CRM: analytisches, operatives und kooperatives CRM Im nächsten Schritt ist zu fragen, in welchen Arbeitsbereichen Mitarbeiter in Verkauf, Marketing, Ser­vice aber auch Controlling von CRM-Konzeptionen betroffen sind. Hier hat sich eine Unterscheidung in analytisches, operatives und kooperatives CRM bewährt. (1) Das operative CRM umfasst alle Anwendungen (CRM-Funktionalitäten), die in direktem Kontakt mit dem Kunden stehen (Frontoffice). Lösungen zur Marketing-, Sales- und Service-Automation unterstützen den Dialog zwischen Kunden und Unternehmen sowie die dazu erforderlichen Ge­schäftsprozesse. Im Grunde handelt es sich hier um die klassische Vertriebssteuerung gemäss  CAS/SFA unter Einbezug des Internets und weiterer, innovativer Verkaufskanäle. (2) Das analytische CRM verwandelt Kundendaten in Kundenwissen. Die Funktion ist zumeist im Marketing (Marktforschung) oder im Controlling (Vertriebscontrolling) angesiedelt und umfasst alle Anwendungen zur Analyse des Kundenverhaltens und zur Ableitung von Kaufprofilen und Zielgruppen (Zielkunden). Im Mittelpunkt stehen Data-Warehouse und Datamining. Die Erkennt­nisse des analytischen CRM sind wieder an die Frontoffice-Abteilungen zurückzuspielen, um dort auf der Basis des gewonnenen Kundenwissens gezielte Aktionen zu ermöglichen (Closed­Loop). Ziel des analytischen CRM ist insofern die Individualisierung von Kundenansprache und Angeboten im Backoffice und im Rahmen von Marketingkampagnen (da der Aussendienst die Kunden ohnehin individuell >>> Customer Relationship Management (CRM)


Kalkulation - Bankkalkulation. Prozess bzw. Verfahren der Zurechnung von Kosten auf kostenverursachende Objekte, i.d.R. marktfä­hige Produkte oder Dienstleistungen, daneben auch technische Verfahren, Herstellungsprozesse oder betriebliche Organisationsbereiche; im Fall der Kalkulation von Produkten oder Dienstleistungen auch als   Kostenträgerstückrechnung bezeichnet. Sie erfolgt mit den Zielen: (1) Bereitstellung von Unterlagen für die Preis- und Absatzpolitik, so z.B. Ermittlung von  Selbstkosten (siehe auch   Zuschlagskalkulation,  ) oder von Preisuntergren­zen, (2) >>> Kalkulation


Geldmarkt - Markt für kurzfristige Geldausleihungen, auf dem hauptsächlich die Banken anbieten und nachfragen. Der Zins richtet sich nach Angebot, Nachfrage und Leihfrist (z. B. Tagesgeld, Monatsgeld). Steigender Geldmarktzins ist ein Zeichen für i/ou/cWäte-Verknappung, sinkender Zins zeigt, >>> Geldmarkt



25. 02. 2020

Marktstruktur - Marktformenschema Gefüge eines Marktes, das durch morphologische Elemente (Marktformen), durch Marktverhaltensweisen und durch Entwicklungsphasen eines Marktes bestimmt >>> Marktstruktur


Finanzkapital - In der Wirtschaftssoziologie: Finanzkapitalismus in der Wirtschaftswissenschaft >>> Finanzkapital


Simulation - In der Wirtschaftssoziologie: [1] dynamisches Modell eines Gegenstandsbereiches, insbesondere des zeitabhängigen Verhaltens von Systemen, wobei in einer analogen Abbildung (z.B. durch ein Gleichungssystem in einem Rechnerprogramm, gelegentlich auch unter Einschluss von Versuchspersonen) reale Vorgänge nachgeahmt werden. Das Modell kann allerdings nur einen Teil der realen Eigenschaften und des realen Verhaltens repräsentieren, so dass stets geprüft werden muss, inwieweit die Ergebnisse der Simulation auf die Realität übertragen werden können. S.en werden angewandt, wenn die zu erforschenden Vorgänge entweder nicht beobachtbar sind (z.B. weil sie in der Zukunft liegen und die Simulation eine Prognose liefern soll) oder wenn sie in zu geringer Zahl auftreten, um einer statistischen Analyse zugänglich zu sein, oder wenn für die Problemlösung kein Algorithmus zur Verfügung steht, so dass in verschiedenen Wiederholungen der Simulation der Bereich der möglichen Ergebnisse abgesteckt werden musSimulation S.en dienen im wesentlichen der Forschung (durch ihren heuristischen und prognostischen Nutzen) und der Entscheidungsvorbereitung (durch Prognosen >>> Simulation



24. 02. 2020

Aktiengesellschaft (AG) - Unternehmen, das nicht einem einzelnen Unternehmer, sondern einer Kapitalbesitzergruppe (Kapitalgesellschaft) gehört. Vorherrschende Unternehmensform für Großbetriebe. 1995 gab es in der Bundesrepublik Deutschland rund 3200 Aktiengesellschaften, davon waren etwa 700 zum Handel an der Börse zugelassen. Ihre Kapitalzusammensetzung besteht aus Aktien-Anteilen. die an eine mehr oder weniger große Zahl von anderen Kapitalistinnen, Banken und Geldbesitzerinnen (Aktionärinnen) verkauft werden. Ihre Organe sind die Hauptversammlung, der Aufsichtsrat und der Vorstand. >>> Aktiengesellschaft (AG)


Streik - kollektive Zurückbehaltung der Arbeitsleistung zum Zwecke der Druckausübung auf den Arbeitgeber und seine Verbände; siehe auch   Arbeitskampf. Einstellung der Arbeit, die gemeinsam und planmäßig durchgeführt durch eine größere Anzahl von Arbeitnehmern innerhalb eines >>> Streik


Gesundheitsfonds - In der Gesundheitswirtschaft: health care stockDas GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz sieht mit der Einführung eines Gesundheitsfonds vor, ab dem 1. Januar 2009 die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) neu zu organisieren. Wesentliche Merkmale des Gesundheitsfonds sind:Ab dem 1. Januar 2009 gilt für alle Beitragszahler in der GKV ein einheitlicher Beitragssatz, dieser bezieht bei den Versicherten den Sonderbeitrag von 0,9 Prozent mit ein.Der Bundeszuschuss für die Übernahme versicherungsfremder Leistungen durch die GKV fließt ebenfalls in den Gesundheitsfonds (2007 – 2008 jährlich 2,5 Milliarden Euro, ab 2009 jährlich 1,5 Milliarden Euro bis zum Erreichen der Obergrenze von 14 Milliarden Euro).Nicht mehr die Verwaltungsräte der Krankenkassen, sondern das Bundesministerium für Gesundheit setzt den einheitlichen Beitragssatz für alle Krankenkassen per Rechtsverordnung fest. Die Beiträge der Versicherten und ihrer Arbeitgeber fließen in den Gesundheitsfonds als zentralen Topf. Alle Krankenkassen erhalten hieraus eine pauschale Zuweisung für jeden Versicherten sowie ergänzende Zu- und Abschläge je nach Alter, Geschlecht und Krankheit ihrer Versicherten (Morbiditätsorientierung). Die Krankenkassen erhalten Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds auch zur Deckung ihrer Satzungs- und Mehrleistungen (Ausnahme: Krankengeldzahlungen) sowie für Kosten für die Entwicklung und Durchführung zugelassener strukturierter Behandlungsprogramme und Verwaltungskosten. Maßgebend für die Höhe dieser Zuweisungen sind nicht die tatsächlich entstandenen Ausgaben, sondern die standardisierten Ausgaben, um zu verhindern, dass überproportionale Steigerungen dieser Ausgaben zu höheren Zuweisungen >>> Gesundheitsfonds



23. 02. 2020

Wandelanleihe - (Convertible Bond). Neben den normalen Gläubigerrechten — Zinszahlung und Rückzahlung — wird dem Anleger ein zusätzliches Recht auf Umtausch der Anleihe in Aktien gewährt. Durch das Um­tauschrecht wird aus dem ursprünglichen Gläubigerverhältnis ein Beteiligungsverhältnis, da das mit der Wandelanleihe aufgenommene Fremdkapital in Eigenkapital (siehe   Aktien und   Aktienarten) um­gewandelt wird. Die   Emission >>> Wandelanleihe


Patronatserklärung - Verpflichtung der Muttergesellschaft eines Konzerns gegenüber einem Dritten (z. B. einer Bank), ihre Tochtergesellschaft >>> Patronatserklärung


Wertpapiere - (Bilanzierung im   Umlaufvermögen). Nach § 266 (2) HGB sind die Wertpapiere des Umlaufvermö­gens wie folgt zu gliedern: Anteile an   verbundenen Unternehmen,  Eigene Anteile, Sonstige Wertpapiere. Die Bewertung der im   Umlaufvermögen ausgewiesenen Wertpapiere erfolgt grund­sätzlich zu den Anschaffungskosten (einschliesslich der Nebenkosten wie Provisionen). Wertpapiere der gleichen Art werden i.a. zu Durchschnittskosten bewertet. Sofern der Börsenkurs am Bilanzstichtag un­ter den Anschaffungskosten liegt, muss nach dem strengen  Niederstwertprinzip auf den niedrigeren Wert abgeschrieben werden (§ 253 (3) und S. 2 HGB). Sofern die Kurse später >>> Wertpapiere



22. 02. 2020

Experiment - In der Wirtschaftssoziologie: planmässige Beobachtung bestimmter Sachverhalte und ihrer Veränderungen unter vom Forscher kontrollierten und variierten Bedingungen. Das Experiment unterscheidet sich u.a. dadurch von anderen Beobachtungsformen, dass die beobachteten Vorgänge durch den Forscher hervorgerufen, hergestellt werden. Der Ablauf des E.s ist jeweils in einem Versuchsplan festgelegt. (allgemeine Definition). Das Experiment ist eine Methode der empirischen Forschung, bei durch die systematische Veränderung einer Variable x, unter Konstanthaltung aller anderen Einflussfaktoren, der Einfluss von x auf eine Grösse y festgestellt werden soll. Man variiert bspw. bestimmte Arbeitsbedin­gungen wie Beleuchtung, Temperatur, Gruppengrösse usw. und beobachtet die damit zusammenhän­genden Änderungen in der Arbeitsleistung. Ein Experiment kann unter künstlichen Bedingungen in ei­nem Labor stattfinden oder unter Realitätsbedingungen als sog. Feldexperiment. Das grösste Problem ist die Einhaltung der Bedingung der Konstanthaltung aller anderen Einflussfaktoren ausser dem unter­suchten Einflussfaktor. (als   Marktforschungsmethode). Mittels Experimenten werden vermutete Ursache-Wirkungs‑Zusammenhänge unter kontrollierten Bedingungen überprüft. Das Wesen eines Marktforschungsexperiments besteht darin, dass eine unabhängige Variable (z.B. der Preis) verändert und die Auswirkung dieser Veränderung auf eine abhängige Variable (z.B. die Absatzmenge) gemessen wird. Tests sind Anwendungen von Experimenten im Rahmen der Marktforschung (Beispiele: Storetests, Werbewir­kungstests). Siehe auch  Marktforschungsmethoden und  Marktforschung, jeweils mit Literaturangaben. dient im Rahmen der Marktforschung der Überprüfung einer Kausalhypothese, wobei eine oder mehrere unabhängige Variable(n) (Experimentfaktor(en)) durch den Experi­mentator bei gleichzeitiger Kontrolle aller anderen Einflußfaktoren variiert werden, um die Wirkung der unabhängigen auf die ab­hängigein) Variable(n) messen zu können. Dieses Forschungsdesign dient mithin der Aufdeckung von Ursache-Wirkungsbezie­hungen und ist durch Vorliegen präziser Forschungsziele und die Kontrolle von Störfaktoren gekennzeichnet. Zumeist in­teressiert die Auswirkung von Marke­tingmaßnahmen (unterschiedliche Produkt­varianten, Verpackungsentwürfe, Preise, Werbespots etc.) auf das Kaufverhal­ten (Aufmerksamkeitswirkung, Erinne­rungswirkung, Einstellungen, Kaufabsich­ten, gekaufteMenge etc.), wobei Ergebnisfäl­schungen durch Störungen (Konkurrenz­maßnahmen, Wetter, Händlerempfehlungen usw.) ausgeschaltet werden sollen. Zur Kontrolle der Störfaktoren stehen ver­schiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die gebräuchlichste Lösung besteht darin, dass neben der Experimentgruppe eine Kontroll- gruppe eingeführt wird, die der Experiment­gruppe im Idealfall völlig gleicht. Die Experi­mentgruppe wird dem experimentellen Stimulus (sog. Treatment, z.B. einem neuen Werbespot) ausgesetzt, die Kontrollgruppe aber nicht (sie bekommt z.B. das übliche Werbefernsehprogramm vorgeführt). Das Experimentdesign hat demnach folgendes Aussehen: Die Logik dieses Designs liegt darin, dass man die Einflüsse der Störvariablen weder quanti­fizieren noch verhindern kann. Da Experi­ment- und Kontrollgruppe jedoch völlig gleich sind, schlagen sich Störgrößen >>> Experiment


Werbungskosten - (expenses for the production of income; siehe auch deutsche   Einkommensteuer) sind Aufwendun­gen, die zur Erzielung, Erhaltung und Sicherung der Einnahmen dienen. Eine beispielhafte Aufzählung für bestimmte Arten der Werbungskosten befindet sich in § 9 EStG. Hierzu zählen u.a. Finanzierungs­kosten, öffentliche Abgaben, Versicherungen, Arbeitsmittel, Beiträge an Berufsverbände und Pausch­beträge für Fahrten zur Arbeitsstätte. Werbungskosten werden nur im Rahmen der Ermittlung der   Überschusseinkünfte berücksichtigt. Anstelle der tatsächlichen Werbungskosten kann der Steuerpflichtige bei bestimmten Überschussein­künften einen Werbungskostenpauschbetrag gem. § 9a EStG steuermindernd >>> Werbungskosten


Darlehen - Rechtsgeschäft, durch das der Gläubiger dem Darlehensschuldner eine bestimmte Geldsumme oder andere vertretbare Sachen zur Verfügung stellt und der Darlehensnehmer das Empfangene in Sachen von gleicher Art, Güte und Menge zu einem bestimmten Termin zurückzuerstatten hat. Kredit. 1. Vertrag mit der Verpflichtung desD.-snehmers, ihm >>> Darlehen



21. 02. 2020

Mindestreservepolitik - Durch Veränderung der Mindest-reservesätze beeinflußt die Bundesbank die Möglichkeiten der Banken, Kredite zu geben. Je höher die Mindestreserve-sätze festgelegt werden, um so knapper wird die Geldmenge der Banken, die ihnen für Kredite zur Verfügung steht. Mindestreserve; ZentralbankGeldmenge. 1. Begriff. Mindestreserven sind Pflichtguthaben, die die Kreditinstitute bei der Zentralbank zu unterhalten haben. Die M. umfaßt alle Maßnahmen der Notenbank , welche diese Mindestreservehaltung regeln. Obligatorische Mindestreserven sind historisch gesehen zur Sicherung der Bankenliquidität (Liquidität) eingeführt worden. Heute dienen sie aber vorwiegend geldpolitischen Zielsetzungen. So ist das Ziel der M. in der Bundesrepublik nach der Legaldefinition des BBkG die "Beeinflussung des Geldumlaufs und der Kreditgewährung". Zur Sicherstellung der Liquidität der einzelnen Kreditinstitute dienen in erster Linie die vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (Bankenaufsicht) im Einvernehmen mit der Deutschen Bundesbank erlasssenen Liquiditätsgrundsätze. Die Mindestreserve kann an der Passivseite oder an der Aktivseite der Bankbilanzen (Bilanz) anknüpfen. Im ersten Fall spricht man von einer Passivmindestreserve oder Einlagenreserve, im zweiten von Aktivmindestreserve oder Kreditreserve. 2. Aufbau des Mindestreservesystems in der Bundesrepublik. In der Bundesrepublik besteht eine Passivmindestreserve. Sie ist in § 16 BBkG und in der Anweisung der Deutschen Bundesbank über Mindestreserven (AMR) geregelt. Nach § 16 BBkG kann die Bundesbank verlangen, daß die Kreditinstitute in Höhe eines Vom-Hundert-Satzes ihrer Verbindlichkeiten aus Sichteinlagen, befristeten Einlagen und Spareinlagen (Einlagen) sowie aus aufgenommenen kurz- und mittelfristigen Geldern mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber anderen mindestreservepflichtigen Kreditinstituten Guthaben auf Girokonto bei ihr unterhalten. Die Bank darf den Vom-Hundert-Satz (Mindestreservesatz) für Sichtverbindlichkeiten nicht über dreißig, für befristete Verbindlichkeiten nicht über zwanzig und für Spareinlagen nicht über zehn festsetzen; für Verbindlichkeiten gegenüber Gebietsfremden ist jedoch ein Mindestreservesatz bis zu hundert zulässig. Innerhalb dieser Grenzen kann die Bundesbank die Sätze nach allgemeinen Gesichtspunkten differenzieren. Zur Unterhaltung von Mindestreserven sind grundsätzlich alle Kreditinstitute verpflichtet. Reservepflichtig sind mit wenigen Ausnahmen alle Verbindlichkeiten mit einer Befristung von weniger als 4 Jahren aus Einlagen und aufgenommenen Geldern, u. zw. bei Buchverbindlichkeiten mit einer Befristung >>> Mindestreservepolitik


Kapazität - Das Leistungspotenzial einer Bank zur Erstellung von Bankleistungen in einer bestimmten Periode. Kapazitätsausnutzungsgrad ist das Verhältnis zwischen tatsächl. beanspruchter Kapazität und möglicher Kapazitätsauslastung. Leistungsvermögen des   Leistungspotenzials in einer bestimmten Periode, gemessen am möglichen Output (z.B.  Dienstleistungen) und dem erforderlichen Umfang externer und interner Leistungen. Die Kapazität drückt somit die Obergrenze der Leistungsmöglichkeit aus. das Leistungspotential eines Betriebsmittels , Unternehmens (Betrieb , I.), Kapitalstocks einer Volkswirtschaft (Wirtschaft) oder einer Volkswirtschaft selbst in einer Zeitperiode. Es ist sinnvoll, zwischen technischer K. und Optimal-K. zu unterscheiden. Optimal-K. ist >>> Kapazität


Chargenfertigung - Sonderform der   Serienfertigung oder der  Sortenfertigung, bei der qualitative Unterschiede zwi­schen verschiedenen Fertigungslosen produktionsbedingt unvermeidlich sind. Eine Charge ist dabei die gemeinsam (z.B. in einem Schmelz- oder Brennofen) produzierte Menge. Trotz gleicher Fertigungsab­läufe kommt es durch wechselnde Produktionsbedingungen zu ungewollten Produktdifferenzierungen. Beispiele für >>> Chargenfertigung



20. 02. 2020

Präferenz - In der Wirtschaftssoziologie: preference, Vorziehen eines Wertes oder Zieles vor einem oder mehreren anderen. im Marketing die Bevorzugung eines Pro­dukts oder eines Lieferanten gegenüber an­deren Produkten bzw. Bezugsquellen seitens eines potentiellen Kunden. Die Betrachtung konzentriert sich also auf die Ebenen der Markenwahl oder der Einkaufsstättenwahl (Kaufentscheidung). DerPräferenzbegriff kann sich sowohl auf die Frage beziehen, ob eine Alternative gegenüber einer anderen be­vorzugt wird oder nicht (ja-nein), als auch auf die Intensität der Bevorzugung (Präfe­renzstärke). Die Präferenzforschung als spezifischer Be­reich der Erforschung von Kaufentschei­dungen hat eine Reihe von Kauf modellen, etwa im Rahmen sog. Positionierungsmo­delle sowie für die Conjoint Analyse, ent­wickelt, die sich auch im praktischen Einsatz der Präferenzpolitik gut bewährt haben. In der Literatur werden unterschiedliche Ar­ten der Entstehung von Präferenzen ge­nannt: Präferenzen können ein Ergebnis direk­ten Lernens, z.B. nach dem Verstärkungs­prinzip sein. Auf diese Weise ist es möglich, dass schon in früher Jugend Verhaltensten­denzen gegenüber Produkten bzw. Geschäf­ten geprägt werden, die über lange Zeit wirk­sam bleiben. In einer Entscheidungssituation kann auch die eigene Entwicklung von Präferen­zen dadurch ersetzt werden, dass man die Präferenzen anderer Personen übernimmt. Beispiele dafür sind die Befolgung von Emp­fehlungen oder die Imitation des Kaufverhal­tens anderer (Meinungsführer). >>> Präferenz


OPEC - Abk. für Organization of Petroleum Exporting Countries. Abk. für Organization of Petroleum Exporting Countries. Organisation >>> OPEC


Diskontkredit - siehe   Wechseldiskontkredit. der von einer Bank aufgrund des Ankaufes von Wechseln gewährte Kredit >>> Diskontkredit



19. 02. 2020

Finanzierungsschäfte - Kurzbezeichnung für Wertpapiere, die der Bund zeitweilig zur teilw. kurz- und mittelfristigen Finanzierung des Bundeshaushaltes emittiert (»Bundes-schätzchen«). >>> Finanzierungsschäfte


Werbeplanung - ist der systematische und schrittweise Pro­zeß der Erarbeitung einer Werbekampagne. Er beginnt mit der Analyse der Ausgangssi­tuation (Werbeanalyse). Diese beschäftigt sich mit der Sammlung, Analyse und Inter­pretation von Daten über das Werbe­objekt (seine Bewerbbarkeit), den Anbieter der Leistung (Marketingziel, -Strategie und Positionierung), sowie den betroffenen Pro­dukt-Markt (Abnehmer, Konkurrenten, ge­sellschaftliche Rahmenbedingungen, Kom­munikationsinfrastruktur). Auf dieser Basis können die Werbeziele bestimmt und eine Werbestrategie festge­legt werden. Die Werbestrategie enthält Aussagen über die anzusprechende Wer­bezielgruppe, die zu übermittelnde Wer­bebotschaft, die einzuschlagende Anspra­cherichtung sowie das zur Verfügung stehende Werbebudget. Die wichtigsten Ergebnisse der Werbeanalyse und >>> Werbeplanung


Event-Marketing - Die Marktkommunikation von Unternehmen ist einem ständigen Wandel unterworfen. Ursachen dieser Veränderungen sind nicht nur die häufig zitierte Reizüberflutung sowie der „ Information overload “ der Konsumenten, sondern auch der Wandel in Wertvorstellungen, an denen sich das gesellschaftliche Verhalten, Denken und Handeln orientiert. Unternehmen unterliegen daher dem permanenten Zwang, die tradierte Kommunikationspolitik auf den Prüfstand zu stellen und neue innovative Wege der Zielgruppenansprache ausfindig zu machen. Als Ausdruck der Suche nach neuen Wegen der Unternehmenskommunikation ist das Event-Marketing zu sehen. Ein „ Event “ - ein besonderes Ereignis - soll dabei als Plattform zur erlebnisorientierten Kommunikation und Präsentation eines Produktes, einer Dienstleistung oder eines Unternehmens genutzt werden. Folgerichtig wird unter Event-Marketing die Inszenierung von Ereignissen sowie deren Planung, Organisation und Kontrolle im Rahmen der Unternehmenskommunikation verstanden, so dass durch erlebnisorientierte firmen- oder produktbezogene Veranstaltungen emotionale und physische Reize und starke Aktivierungsprozesse ausgelöst werden. Wesentliches Merkmal des Event-Marketing ist dabei seine „ Dialogfähigkeit “ . Events ermöglichen unmittelbare Kontakte zu den Anwesenden, die ihrerseits in einer für sie angenehmen, zwangfreien Situation angetroffen werden. Event-Marketing kann somit die „ klassischen “ , unpersönlichen Kommunikationsinstrumente Werbung, Verkaufsförderung und Public Relations unterstützen und ergänzen. Andererseits ist Event-Marketing auch in der Lage, als Basis für den integrierten Einsatz der klassischen Kommunikationsinstrumente zu dienen. In diesem Sinn läßt sich das Event-Marketing auch als übergreifendes, aber vor allem komplementäres Instrument der Kommunikationspolitik kennzeichnen. Erfolgreiches Event-Marketing basiert dabei - wie auch >>> Event-Marketing



18. 02. 2020

Lernen - In der Wirtschaftssoziologie: Bezeichnung für beabsichtigte und eine gewisse Mühe erfordernde Aktionen zum Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten; im weiteren Sinne die Gesamtheit der hypothetischen Prozesse, die als Folge des Reagierens auf spezifische Reizsituationen denjenigen Verhaltens- und Erlebensänderungen entsprechen, die nicht durch Ermüdung, angeborene Verhaltenstendenzen, Reifung, exogene Eingriffe oder durch Pharmaka aufgetreten sind und die von vorausgegangenen Erfahrungen abhängen können. Lernen kann sich als a) Übung, als Auswendiglernen vollziehen (H. Ebbinghaus), b) Reizsubstitution im Sinne I. Pawlows und W.M. Bechterews (Signallernen, bedingter Reflex, klassisches Konditionieren), c) Verhaltensselektion (E.L. Thorndike, B.F. Skinner). Hier geschieht Lernen durch die Verstärkung von Reaktionstendenzen (C.L. Hüll), selegiert durch den eintretenden Erfolg (instrumentelles Konditionieren). Die Lernarten b) und c) können nach dem Kontiguitätsprinzip oder nach dem Erfolgsgesetz verlaufend gedacht werden, eine theoretische Unterscheidung ist schwer möglich, d) Nach der kognitiven Lerntheorie von E.C. Tolman werden statt der Reiz-Reaktionsfolgen Strukturen (kognitive Landkarten) gelernt, e) In O.H. Mowrers Zwei-Faktoren-Theorie des L.s (1960) wird versucht, Annäherungs- und Vermeidungslernen in ein System zu bringen. Dabei spielen Hoffnungen (z.B. >>> Lernen


Meinungsführer - In der Wirtschaftssoziologie: opinion leader, [1] Bezeichnung aus der Kommunikationsforschung für Personen, die eine Mittlerstelle zwischen Massenmedien und denjenigen (informellen) Gruppen einnehmen, denen sie angehören (Kommunikationsfluss, zweistufiger). Der Meinungsführer ist eine Position, die nicht unbedingt hohen Rang mit einschliessen muss. Im Prozess der Meinungsformierung beeinflussen die Massenmedien primär den M., der in Kommunikation >>> Meinungsführer


Patronatserklärung - Verpflichtung der Muttergesellschaft eines Konzerns gegenüber einem Dritten (z. B. einer Bank), ihre Tochtergesellschaft >>> Patronatserklärung



17. 02. 2020

Realkreditinstitute - Sammelbegriff für private Hypothekenbanken und öffentlich-rechtliche Grundkreditanstalten. Hauptaufgabe dieser Spezialbanken >>> Realkreditinstitute


Zession - Abtretung einer Forderung. i.d.R. Abtretung einer Forderung. Eine Forderung kann von dem bisherigen Gläubiger (Zedent) durch Vertrag auf einen neuen Gläubiger (Zessionar) übertragen werden (§ 398 BGB). Z. ist ein abstraktes Verfügungsgeschäft, dessen Wirksamkeit vom rechtlichen Schicksal des zugrunde >>> Zession


REFA - In der Wirtschaftssoziologie: Abkürzung für den 1924 gegREFA Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung, der 1948 in Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorgansation e.V. umbenannt worden ist. Der Verband befasst sich mit der Erforschung von so bezeichneten Grundlagen der Arbeitsgestaltung als „ Schaffen von Bedingungen für das Zusammenwirken von Mensch, Technik, Information und Organisation im Arbeitssystem “ (1991) sowie mit der Entwicklung von Methoden zur Betriebsorganisation und von Arbeitsstudien, die eine Systematisierung der Arbeitsplatzanforderungen und Bewertung von Arbeitsplatzabläufen (Arbeitsplatzbewertung, analytische) ermöglichen >>> REFA